Verschleißteile am Auto: Welches Bauteil wann erneuert werden muss

  • Hoppla!
    Ein Fehler ist aufgetreten.
    Versuchen Sie es später noch einmal.
·Freie Autorin
In diesem Artikel:
  • Hoppla!
    Ein Fehler ist aufgetreten.
    Versuchen Sie es später noch einmal.

Bei jedem Pkw tritt früher oder später Verschleiß auf. Damit sich dieser in Grenzen hält und vor allem die Sicherheit des Autos nicht gefährdet ist, müssen bei den Verschleißteilen bestimmte Wechselintervalle eingehalten werden. Was wann fällig ist, erfahren Sie hier.

Je nach Kilometerstand müssen bestimmte Verschleißteile am Auto erneuert werden. (Symbolbild: Getty Images)
Je nach Kilometerstand müssen bestimmte Verschleißteile am Auto erneuert werden. (Symbolbild: Getty Images)

Ein Auto ist für viele Haushalte ein absolutes Muss. Und so teuer ein Auto auch im Unterhalt sein kann, bei guter Pflege haben Pkws eine lange Lebensdauer. Dazu gehört in erster Linie, dass der Fahrer stets ein Auge auf die Verschleißteile seines Fahrzeugs hat. Denn nur, wer sich rechtzeitig um Austausch bzw. Reparatur kümmert, kann den Fahrspaß und vor allem die Sicherheit des Autos weiterhin gewährleisten.

Aber wann sollte man die Verschleißteile jeweils wechseln? Dafür sollten Fahrer mal einen Blick in das Servicebuch werfen, das meistens im hintersten Eck des Handschuhfaches vor sich hin dümpelt. Viele Hersteller geben im Buch nämlich an, ab welchem Kilometerstand oder Zeitpunkt ein Wechsel notwendig ist. Diese Fristen sollte man besser genau einhalten, denn gerade bei neuen Fahrzeugen hängen an den Verschleißteilen auch die Garantie- und Gewährleistungsansprüche des Autos.

Bauteile, die bis 50.000 Kilometer getauscht werden müssen

Innenraumfilter

Die Innenraumfilter haben viele Fahrer bei den Verschleißteilen überhaupt nicht auf dem Schirm. Dabei sind sie besonders für Allergiker notwendig, denn die Innenraumfilter schützen die Insassen im Sommer vor Pollen und sorgen im Winter für eine gute Luftzirkulation im Fahrzeug, sodass die Scheiben nicht beschlagen. Eingebaut sind je nach Hersteller entweder Partikelfilter oder mit Aktivkohle versetzte Kombifilter, beide sollten zwischen 15.000 und 40.000 Kilometern ausgetauscht werden. Es lohnt sich bei dem sehr einfachen Wechsel des Innenraumfilters den nur geringfügig teureren Kombifilter zu wählen, da dieser zusätzlich schädliche Stickoxide herausfiltert. Ein Aktivkohlefliter kostet zwischen 15 und 30 Euro, einfache Partikelfilter liegen zwischen 5 und 15 Euro. Der Wechsel des Innenraumfilters lässt sich leicht selber vornehmen und geht schnell.

Luftfilter

Der Luftfilter sorgt dafür, dass das Abgasverhalten des Motors nicht durch Verunreinigungen beeinträchtigt wird. Er sollte in der Regel bei den Inspektionsintervallen, spätestens aber nach 30.000 bis 40.000 Kilometern getauscht werden. Der Luftfilter lässt sich leicht selbst wechseln, die Preise für ein neues Verschleißteil fangen bei etwa 30 Euro an.

Tempo-Anzeige: Warum die Geschwindigkeit bei Tacho und Navi unterschiedlich ist

Bremsbeläge

Wie lange die Bremsen halten, hängt vor allem von der Fahrweise ab. Je nach Beanspruchung müssen Bremsbeläge bereits ab 20.000 Kilometern getauscht werden. Wer allerdings vorausschauend fährt, kann die Lebensdauer seiner Bremsen auch bis zu 50.000 Kilometern pushen. Spätestens wenn es reibt und knirscht, das Fahrzeug nicht mehr richtig reagiert und entsprechende Warnsymbole aufblinken, heißt es schleunigst in die Werkstatt. Aber auch, wenn noch alles funktioniert: Die Bremsen sollten bei jedem Werkstattbesuch auf ihren Verschleiß durchgecheckt werden. Bei Bremsklötzen wird es unterhalb von zwei Millimetern Restbelag kritisch, Trommelbremsbacken sollten bei einem Millimeter erneuert werden. Beim Bremsbelagwechsel werden pro Achse zwischen 30 und 70 Euro berechnet, zuzüglich Arbeitszeit.

Bremsflüssigkeit

Damit die Fahrzeugbremsen optimal funktionieren, ist die richtige chemische Zusammensetzung der Bremsflüssigkeit entscheidend. Bläschenbildung und ein hoher Wasseranteil können die Bremsflüssigkeit aber mit der Zeit unbrauchbar machen, was im schlimmsten Fall zu einem Versagen der Bremsen führt. Der Wechsel der Bremsflüssigkeit ist daher unabhängig vom Kilometerstand spätestens nach zwei Jahren fällig. Der Austausch kostet in der Werkstatt zwischen 40 und 90 Euro.

Ein Ölwechsel sollte etwa alle 30.000 Kilometer durchgeführt werden. (Symbolbild: Getty Images)
Ein Ölwechsel sollte etwa alle 30.000 Kilometer durchgeführt werden. (Symbolbild: Getty Images)

Motoröl

Mit der Zeit wird das Motoröl durch Ruß und Ablagerungen verunreinigt. Ein Ölwechsel sollte daher etwa alle 30.000 Kilometer durchgeführt werden, manchmal auch erst nach 50.000 Kilometern. Hierbei sollten die Empfehlungen der Hersteller beachtet werden. Einen Ölwechsel kann man auch selbst durchführen, sollte sich dann aber informieren, wo das Altöl entsorgt werden kann.

Bauteile, die zwischen 60.000 und 240.000 Kilometern getauscht werden müssen

Stoßdämpfer

Stoßdämpfer können durch starke Belastung, falsche Beladung, Streusalz, Straßenschmutz und unebene Straßen in Mitleidenschaft gezogen werden. Zwar gibt es für die Stoßdämpfer kein festes Intervall, sie sollten aber nach etwa 80.000 bis 100.000 Kilometern geprüft und gewechselt werden. Die Kosten für den Tausch variieren je nach Hersteller und Aufwand.

Kupplung

Die Kupplung hat eine recht lange Lebensdauer, bis zu 100.000 Kilometer sollte sie problemlos laufen. Wenn das Schalten allerdings schwer fällt und es knirscht, sollte das Bauteil auch schon vor dieser Grenze überprüft werden. Ein Tausch ist recht aufwändig und kostspielig, eine neue Kupplung liegt bei etwa 2000 Euro.

Auspuff

Auch ein neuer Auspuff wird normalerweise erst ab 100.000 Kilometern fällig. Abgase, Streusalz und mechanische Belastungen können allerdings schon früher Löcher oder brüchige Stellen im Auspuff verursachen. Bei der Reparatur ist selten ein kompletter Austausch notwendig, meistens reicht es, einzelne Komponenten, wie etwa den Katalysator zu wechseln. Dafür werden dann in der Werkstatt etwa 250 Euro fällig.

Nebelschlussleuchte: Wann man sie einschalten darf

Zahnriemen

Wann der Zahnriemen getauscht werden sollte, steht meistens im Servicebuch. In der Regel muss das Bauteil in der Zeitspanne zwischen 60.000 und 240.000 Kilometern überprüft werden. Ein fehlerhafter Zahnriemen kann im schlimmsten Fall zu einem schweren Motorschaden führen, deshalb die Wechselintervalle unbedingt einhalten. In der Werkstatt werden dann mindestens 300 Euro für einen neuen Zahnriemen fällig.

Batterie

Wann eine neue Autobatterie fällig ist, hängt unter anderem auch von der Fahrweise und der Nutzung des Autos ab. Ein Fahrzeug, das lange steht und nur selten gefahren wird, braucht möglicherweise früher eine neue Batterie als ein viel gefahrener Pkw. Unabhängig davon sollte spätestens nach fünf Jahren eine neue Autobatterie her. Je nach Modell liegen die Preise für eine neue Batterie zwischen 50 und 100 Euro.

VIDEO: Wann Hupen im Straßenverkehr erlaubt ist

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.