Versehentliche Spende: Handgranate aus WW2

Im Spendenbehälter eines Secondhand-Ladens lag eine Handgranate. (Bild: Getty Images)
Im Spendenbehälter eines Secondhand-Ladens lag eine Handgranate. (Bild: Getty Images)

Der "guten Tat" folgte ein Notruf: Im Spenden-Container eines Secondhand-Ladens fanden Angestellte eine Handgranate aus dem 2. Weltkrieg. Da mussten Sprengstoffexperten her.

Da kann man schon mal leicht panisch werden: Als Angestellte eines Secondhand-Ladens in der kanadischen Großstadt Abbotsford ihren Spendencontainer leeren wollten, entdeckten sie ein echt heißes Eisen.

In der grünen Plastikbox mit der weißen Aufschrift "Donations" lag zwischen einigen anderen Spenden eine Handgranate. Sofort wählten die Angestellten den Notruf 911. Der ging am 26. Februar um 15:16 Uhr ein, wie die Polizei von Abbortsford auf ihrem X-Account erklärt.

Der Anrufer habe berichtet, dass Sprengstoff vom Ladenpersonal im Spendenbehälter gefunden worden sei.

Weitreichende Sicherheitsmaßnahmen

Die Beamten reagierten sofort, evakuierten das betroffene Geschäft, sowie die umliegenden Läden und forderten die Experten der Sprengstoffentsorgungseinheit (EDU), die die Handgranate bewerten, sichern und entsorgen sollten, so die Polizei.

Die Sondereinheit entfernte gegen Abend den vermeintlich explosiven Fund und stellte fest, dass es sich um eine stillgelegte Mills-Granate aus dem zweiten Weltkrieg handelte.

Die Beamten machten auch den Spender ausfindig. Und der fiel wahrscheinlich aus allen Wolken.

undefined

Infografik: Weniger Menschen spenden, dafür häufiger | Statista
Infografik: Weniger Menschen spenden, dafür häufiger | Statista

Nur ein Briefbeschwerer

Denn er teilte den Beamten mit, dass die Handgranate versehentlich mit in den Spenden-Container gerutscht sei, weil er sie als Briefbeschwerer benutzt hatte.

Das wird der Spender künftig nicht mehr können, denn wie die Polizei Fox News mitteilte, wurde das Fundstück gesprengt. Eine Gefahr war davon aber zu keinem Zeitpunkt ausgegangen, wie sich herausstellte. Es sei kein Sprengmaterial darin enthalten gewesen.

"Wir waren sehr erleichtert, als wir erfuhren, dass die Granate stillgelegt war, möchten aber betonen, dass Personen als Vorsichtsmaßnahme ihre Spenden durchgehen sollten, bevor sie sie abgeben", sagte der Beamte gegenüber Fox News Digital.