Versicherer rechnen mit Hochwasserschäden von bis zu fünf Milliarden Euro

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Überschwemmungen in Erftstadt

Die jüngste Hochwasserkatastrophe hat in Deutschland einen Milliardenschaden hinterlassen. Die deutsche Versicherungsbranche rechnet mit versicherten Hochwasserschäden in Höhe von vier bis fünf Milliarden Euro, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Mittwoch mitteilte. Das seien erste vorläufige Schätzungen und sie beträfen nur die Länder Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Schäden in Sachsen und Bayern sind demnach noch nicht in den Schätzungen enthalten.

"Die Schäden dürften sogar noch über denen des August-Hochwassers im Jahr 2002 von 4,65 Milliarden Euro liegen", erklärte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. Die Hochwasserkatastrophe gehöre damit "zu den verheerendsten Unwettern der jüngeren Vergangenheit".

Weil die Kommunikation und die Infrastruktur in vielen betroffenen Gebieten derzeit nicht richtig funktionieren, prüfen die Versicherer den Angaben zufolge noch immer die Höhe der Schäden. Eine aktualisierte Schätzung will der Verband in der kommenden Woche veröffentlichen.

Bundesweit sind derzeit zwar fast alle Wohngebäude gegen Sturm und Hagel abgesichert, wie der GDV ausführte. Allerdings haben nur 46 Prozent der Hausbesitzer den Schutz vor weiteren Naturgefahren wie Starkregen und Hochwasser. Asmussen riet daher zur Überprüfung und Anpassung des Versicherungsschutzes.

hcy/jm

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