Vertrauensverlust: Flughafen Köln/Bonn beendet Zusammenarbeit mit Sicherheitsfirma

Am Donnerstag solle der Flugverkehr wieder normal statt finden.

Der Flughafen Köln/Bonn trennt sich von seinem Sicherheitsdienstleister Kötter Airport Security. Beide Seiten hätten sich auf eine vorzeitige Beendigung des Vertrags über die Durchführung der Personal- und Warenkontrolle geeinigt, teilte der Flughafen mit.

Die Zusammenarbeit endet Ende Januar 2018. Ursprünglich hätte die Zusammenarbeit bis zum Jahr 2021 laufen sollen. „Es ist Vertrauen zerstört worden“, hatte Flughafenchef Michael Garvens bereits am Donnerstag bei der Vorlage der Airport-Bilanz gesagt. Er werde keinen Reputationsverlust für den Flughafen akzeptieren. Nun wurden offenbar schnell Konsequenzen gezogen.

Pflichtfortbildungen nicht gehalten

Hintergrund sind Vorwürfe von Kötter-Mitarbeitern am Flughafen Köln/Bonn, wonach ihnen Vorgesetzte Bescheinigungen über die jährlich vorgeschriebenen Pflicht-Fortbildungen ausgestellt hätten, ohne dass die Schulungen stattgefunden hätten. Sie seien genötigt worden, Blanko-Schulungsunterlagen zu unterschreiben, klagten die Beschäftigten der Waren- und Personalkontrolle in einem anonymen Schreiben unter anderem an das Verkehrs-Ministerium.

Für die „erfolgreiche Teilnahme“ seien dann Zertifikate verteilt worden. Laut Ministerium gebe es einen Anfangsverdacht, es seien bei einem Teil der Fortbildungen Unregelmäßigkeiten festgestellt worden. Kötter sei angewiesen worden, die Mitarbeiter innerhalb von zwei Monaten nachzuschulen.

Sicherheit war nicht beeinträchtigt

Die Sicherheit sei jedoch nicht beeinträchtigt worden, „weil nur Beschäftigte mit der gesetzlich notwendigen Zertifizierung am Flughafen tätig sind“.

Sowohl die Bezirksregierung Düsseldorf prüft derzeit Klagen gegen Kötter. Auch der Flughafen denkt über mögliche Regress-Ansprüche gegen das Unternehmen nach. Kötter habe schließlich Geld für die Schulungen erhalten, sagte Flughafenchef Garvens....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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