Verwirrung auf Twitter: Russland beansprucht Mount Everest für sich

Der Mount Everest ist mit 8848 Metern der höchste Berg der Welt – und ein Sehnsuchtsort für Bergsteiger. (Bild: Ursula Perreten/ddp Images)

Fauxpas oder Territorialanspruch? Die russische Botschaft in London sorgt derzeit mit einem Tweet, in dem sie den Mount Everest geografisch zu Russland zählt, für jede Menge Aufsehen.

Das mittlerweile gelöschte Posting zeigt ein Foto des höchsten Bergs der Welt mit der Caption „Guten Morgen! (Mount Everest, Russland)“. Das sorgte gerade nach der Annexion der Krim 2014 für einen unangenehmen Beigeschmack. Nachdem der Tweet wieder entfernt wurde, postete ihn ein Twitter-User jedoch erneut. „Nachdem ich gesehen habe, wie der russischen Botschaft die Nationalität des Mount Everest entfallen ist, bin ich froh, eine kleine Erinnerungsstütze liefern zu können“, schrieb Richard Volkmann und postete einen Screenshot des Originalbeitrags.

Der Mount Everest befindet sich zwischen Tibet und China und gehört zum Himalaya-Gebirge — und somit natürlich nicht zu Russland. Sarkastische Kommentare und Russland-Kritik ließen deswegen natürlich nicht lange auf sich warten. „Putin bestreitet, dass die kleinen grünen Männchen mit den Kalaschnikows nahe der Spitze des Mount Everest zu ihm gehören“, schrieb ein User und versah sein Posting mit einem lachenden Emoji.

Die russische Botschaft reagierte mit einem ganz eigenen Humor auf den Vorfall: „Wegen der Vereinnahmung des Mount Everest. Digitale Scheiße passiert. Zum Beispiel könnte jemand gehört haben, dass ein junger Ehemann eine britische Expedition nach Tibet anführte“, schrieb der offizielle Twitter-Account der Botschaft in einem kryptischen Kommentar – zusammen mit einem Foto von Forrest Gump.

Worauf der Fauxpas tatsächlich zurückzuführen ist, ist unbekannt. Auf ihrem Account postet die russische Botschaft regelmäßig Fotos von russischen Orten mit der Caption „Guten Morgen“. Eines davon ist allem Anschein nach wohl nicht so ganz geglückt.

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