Verzweifelte Mutter fleht: „Bitte sperrt meinen Jungen weg!“

Chefarzt erklärt: Ohne Gerichte und Gutachten geht nichts.

Tatjana S. liebt ihren Sohn. Gerade deshalb will die 59-Jährige, dass ihr Kind zwangseingewiesen wird. „Mein Sohn ist eine tickende Zeitbombe. Ich habe Angst, dass er anderen etwas antut“, sagt die Frau. Denn Nico S. aus Billstedt hat eine Psychose. Er spricht mit Toten, hat schon mehrfach Leute attackiert und terrorisiert seine Nachbarn. Zuletzt traumatisierte er ein kleines Kind schwer. Trotzdem wird der 27-Jährige nicht eingewiesen.

Er sah Ratten, Spinnen und Echsen. Sie waren überall. Und wollten ihn töten. Bereits Anfang März 2013 hatte die MOPO über Nico S. berichtet. Schon damals war seine Mutter verzweifelt, weil sie keine Hilfe bekam. Nach einem Ausraster kam der junge Mann in eine Klinik.

Die Ärzte diagnostizierten eine Psychose – verursacht durch Drogen. Aber eine Behandlung gab es nicht, da Nico S. sie ablehnte. Er hielt sich für gesund. Und eine Zwangseinweisung ist nur möglich, wenn der Patient eine akute Gefahr für sich selber oder andere darstellt (s. unten).

Jahrelang ging alles gut

Nach dem MOPO-Bericht ordnete ein Gericht eine Zwangseinweisung für einen Monat an. Mithilfe von Tabletten verbesserte sich der Zustand des Mannes sehr schnell. Er lernte eine Frau kennen und arbeitete als Kellner in einem Lokal in Blankenese. Jahrelang führte er ein geregeltes Leben.

Im August 2017 der Rückfall. Sein Vater starb nach einem Schlaganfall. Kurz darauf trennte sich seine Freundin von ihm. Die Welt von Nico S. brach zusammen....Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo