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Benedikt XVI. - Ein Bayer auf dem Papst-Stuhl

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11. Februar 2013

Als Joseph Kardinal Ratzinger im April 2005 zum Oberhaupt der rund 1,2 Milliarden Katholiken gewählt wurde, soll ihm das selbst nicht ganz geheuer gewesen sein. "Tu mir das nicht an", soll Joseph Ratzinger am Tag der Papstwahl vor acht Jahren in der Sixtinischen Kapelle gebetet haben. Eigentlich hatte er sich bald zur Ruhe setzen wollen.

Doch am Ende wählten ihn die versammelten Kardinäle in Rom zum Nachfolger von Johannes Paul II.: Aus dem

Theologen Joseph Ratzinger wurde Papst Benedikt XVI.

In seiner deutschen Heimat zog damals eine Art Papst-Rausch durchs Land. "Wir sind Papst" titelte die "Bild"-Zeitung.

Auch Benedikts erste Auslandsreise wenige Monate später zum Weltjugendtag in Köln wurde für ihn zu einer Art Triumphzug.

In den Messen auf Plätzen oder in Fußball-Stadien wurde er von Tausenden Gläubigen gefeiert.

Aus seiner Verbundenheit mit seiner bayerischen Heimat und seiner Vorliebe für Weißwürste hat Benedikt XVI. nie einen Hehl

gemacht. Am 16. April 1927 erblickte er im kleinen Städtchen Marktl am Inn das Licht der Welt, einem Karsamstag. Mit seinen

zwei Geschwistern wuchs er bei seinen Eltern Maria und Joseph in bescheidenen Verhältnissen auf.

Schon vor seiner Wahl zum Papst stand Ratzinger als oberster Glaubenswächter in der Vatikan-Hierarchie ganz weit oben. Einige umstrittene Entscheidungen und Maßregelungen von Kirchenkritikern brachten ihm die Bezeichnung "Panzerkardinal" ein.

Ein großes Anliegen war dem Papst der Dialog mit anderen Glaubensrichtungen. Auf fast jeder Reise traf er mit Vertretern

von Judentum und Islam zusammen.

In Sachen Sexualmoral gab es unter Benedikt XVI. keine Aufweichung alter Positionen - weder beim Thema

Empfängnisverhütung noch bei der Einstellung der Kirche zur Homosexualität. Auch am umstrittenen Zölibat ließ der Papst

nicht rütteln.


Zwischen der katholischen und der evangelischen Kirche gab es in Benedikts Amtszeit aus Sicht von Kritikern kaum neue

Impulse.

Zuletzt war Benedikt der XVI. im September 2011 zu einem Staatsbesuch in Deutschland, der ihn nach Berlin und in die ostdeutschen Bundesländer führte. Dort mahnte der Papst vor zu viel Reformeifer und forderte von den deutschen Katholiken mehr Papst-Treue sowie die Einheit mit der Weltkirche.

ORT: DIVERSE

KEYWORD: PAPST, BENEDIKT XVI., RATZINGER, ROM, RÜCKTRITT, PORTRAIT