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Berlusconis Ausrutscher

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23. Februar 2013

KORRIEGIERT AMT UND ALTER VON SILVIO BERLUSCONI


Silvio Berlusconi will es noch mal wissen. Er selbst sieht sich wahrscheinlich als großen Staatsmann,

während viele andere Personen ihn eher mit politisch wenig korrekten Scherzen und falschen Wahlversprechen in Verbindung bringen.

Berlusconi beschrieb den damals frisch gewählten Präsidenten der USA, Barack Obama, als "jung, gut aussehend und sonnengebräunt". Und nach der Rückkehr aus den USA sagte Silvio Berlusconi dann folgendes: "Ich soll euch viele Grüße mitteilen von einer Person ... Wie war noch der Name? Es war diese sonnengebräunte Person ... ah, Barack Obama."

Immer wieder gab es merkwürdige Auftritte von ihm. Während er auf offiziellen Terminen für mildes Lächeln und einige Lacher sorgte, so wie hier, kam es aber auch durchaus zu Irritationen, wie zum Beispiel 2009 auf dem G20 Gipfel in London, als sich Queen Elisabeth fragend umdreht, um herauszufinden, wer denn die Person sei, die so laut herumschreie.

Unvergessen auch als Berlusconi 2003 den SPD-Europapolitiker Martin Schulz mit einem Nazi-Schergen verglich. Den Diktator Gaddafi bezeichnete er selbst hingegen als einen guten Freund genau wie den russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Berlusconi hat Charisma und ist ein erfolgreicher Populist. Doch es scheint, als hätte er klare Grenzen überschritten. Der Milliardär steht nämlich in Mailand vor Gericht wegen Sex mit einer Minderjährigen und Amtsmissbrauch. Wer hat nicht schon von den "Bunga-Bunga-Parties" gehört? Hauptzeugin ist die damals 17-Jährige Nachtclub-Tänzerin Kamira El Mahroug - auch bekannt als: Ruby Rubacuore - übersetzt: Ruby, die Herzen klaut.

Und wenn Berlusconi sich offiziell dazu äußert, dann hört sich das so an: "Ich arbeite immer sehr viel und wenn es mir ab und zu passiert, ein schönes Mädchen zu sehen, dann ist es doch besser von einem schönen Mädchen angezogen zu sein als homosexuell."

Berlusconis Regierung war Ende 2011 gescheitert und der parteilose Mario Monti hat danach versucht, das hoch verschuldete Land wieder auf Kurs zu bringen. Nun ist Silvio wieder da. Für viele Menschen unglaublich und auch unverständlich: "Sie sagen: Berlusconi soll nach Hause gehen! Das ist ein großes Problem für mich. Denn da ich 20 Häuser habe, weiß ich einfach nicht, in welches ich gehen soll!"

Eins seiner Wahlversprechen lautet, dass er die umstrittene Steuer auf das erste Eigenheim wieder zurückzahlen wird. So was scheint zu gefallen. Denn In jüngsten Umfragen holt Berlusconi mit seiner Partei "Popolo della Libertá" immer weiter auf.

ORTE: ROM, MAILAND, VENEDIG, RHO, AQUILA, RIMINI (ITALIEN); BRÜSSELS (BELGIEN), PITTSBURGH, PENNSYLVANIA (USA), LONDON (GROSSBRITANNIEN)