Ermittlungen im Fall "Tunnelraub" dauern an

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15. Januar 2013


Der spektakuläre Einbruch in eine Bankfiliale bereitet der Berliner Polizei weiterhin Kopfzerbrechen. Die Täter hatten von einer Tiefgarage aus einen 30 Meter langen Tunnel bis zu der Volksbank Filiale in Steglitz gegraben und dann ein Loch in die Wand eines Tresorraums geschlagen.

Polizeisprecher Thomas Neuendorf: "Also, das Ganze ist schon sehr aufwendig von den Tätern gebaut worden. Da muss auch ganz viel Zeit in Anspruch genommen worden sein. Wir wissen ja, dass dieser Garagenteil von den Tatverdächtigen vor knapp einem Jahr angemietet wurde. Das ist so eine Art Box, was mit einem Rolltor verschließbar ist, so dass die Täter da unbemerkt eben diesen Gang bauen konnten. Das ist alles sehr aufwendig, hier mussten ja auch Stahlbetonwände durchbrochen werden, so dass wir davon ausgehen, dass hier Wochen, wenn nicht gar Monate von den Tätern gearbeitet wurde."

Auch die Spurensuche am Tatort erwies sich als kompliziert. Man habe nicht wie gewohnt vorgehen können, erklärte Neuendorf: "Für uns gab's die große Schwierigkeit in diesen Tunnel reinzugehen. Wir wussten ja nicht, wie der Zustand dieses Tunnels ist, insbesondere nachdem dort vermutlich von den Tätern Feuer gelegt war, mussten wir auch befürchten, dass im Tunnel vielleicht etwas vorgesehen war, was dieses Bauwerk zum Einsturz bringt. Deswegen haben wir heute eine Unterstützung von den Wasserwerken bekommen, die mit einem Roboter in diesen Tunnel hineingefahren sind, um mit einer Kamera uns mal zu zeigen, wie sieht's denn da drin aus. Erst wenn wir sagen können, da ist alles sicher, können wir auch die Kriminaltechniker in diesen Tunnel schicken, um die Spurensuchen durchzuführen."

Im Tresorraum der Bank stießen die Beamten auf eine Überraschung: Die Täter hatten offenbar nur etwa ein Drittel der Wertfächer aufgebrochen und ausgeräumt. Ob sie gestört wurden oder andere unerwartete Dinge passiert sind, versucht die Polizei nun zu ermitteln.

ORT: BERLIN

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