Fußballfans protestieren gegen umstrittenes Sicherheitspapier der DFL

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8. Dezember 2012

Fangesänge wie diese sind aus deutschen Fußballstadien kaum wegzudenken. Bei diesem Zug durch Köln machten sich am Samstag aber keine Schlachtenbummler für´s Spiel warm - hier wurde protestiert. Gegen das Sicherheitspapier der Deutschen Fußball Liga. "Sicheres Stadionerlebnis" heißt das Konzept. Am kommenden Mittwoch soll es bei der DFL-Mitgliederversammlung beschlossen werden.

Die Fans kritisieren, dass mit den vorgeschlagenen Maßnahmen die Fankultur zerstört werde. Zudem müsse Fußball auch bezahlbar bleiben.

O-ton ("Wir kämpfen für unsere Rechte und gegen die Beschneidung, die jetzt aufgrund dieses Sicherheitspapieres kommt, aber auch vorher schon aufgrund zu hohe Eintrittspreise da war.")

O-ton ("Die wollen die Preise hoch machen, damit sich normale Menschen - in Anführungszeichen - das nicht mehr leisten können irgendwann. Warum? Fußball war immer ein Sport für jedermann und so soll es auch bleiben.")

Mit dem Konzept "Sicheres Stadionerlebnis" will die DFL die Sicherheit in und um die Stadien verbessern. Nach eigenen Angaben sollen insbesondere die Möglichkeiten der Täter-Ermittlungen verbessert werden, damit Kollektivstrafen reduziert werden können.

Seit Wochen schon protestieren Fans aus der sogenannten Ultra-Szene gegen die Pläne. In Anlehnung an den 12.12. den Tag, an dem Papier verabschiedet werden soll, wurde an den letzten Spieltagen in fast allen Stadien, in den ersten 12 Minuten und 12 Sekunden. Mit dem lautlosen Protest sollte den Verantwortlichen klargemacht werden, wie Fußball ohne Fankultur aussieht.

ORT: KÖLN(DEUTSCHLAND)

KEYWORD: FUSSBALL, FANS, SICHERHEITSKONZEPT, DFL, ULTRAS


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