Google legt Streit mit französischen Presseverlegern bei

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2. Februar 2013


Der Streit zwischen dem US-Suchmaschinen-Giganten Google und französischen Presseverlegern über Nutzungsrechte im Internet ist vom Tisch. Google-Chef Eric Schmidt und der französische Präsident Francois Hollande unterzeichneten am Freitag eine entsprechende Vereinbarung. Google zahlt demnach 60 Millionen Euro in einen neuen Medienfonds ein. Für die Verlinkung von Texten wird Google im Gegenzug nicht zur Kasse gebeten werden. Die Verlage hatten von Google eine Abgabe dafür gefordert, dass ihre Artikel in den Suchdiensten des US-Unternehmens gelistet werden. Die Regierung hatte für den Fall, dass es zu keiner Einigung kommt, mit einem entsprechenden Gesetz zu Lasten von Google gedroht.

O-TON FRANCOIS HOLLANDE, PRÄSIDENT FRANKREICH

"Bei einem Treffen im Oktober hatte ich erklärt, wie sehr mir eine Einigung in dieser Sache am Herzen liegt. Und diese Einigung wurde nun erzielt. Die 60 Millionen Euro aus dem Fond werden Verlegern helfen, den digitalen Übergang zu meistern. Investitionen und Innovationen sind gut für die Presse in Frankreich, gut für die Inhalte, und auch gut für Google."

O-TON ERIC SCHMIDT, VORSTANDSVORSITZENDER GOOGLE

"Unter der Federführung des Präsidenten und vieler anderer, sind wir heute stolz, diesen Fond mit ins Leben zu rufen. Mit ihm sollen Zeitungen neue Konzepte für den Übergang von der analogen in die digitale Welt ermöglicht werden."

In Deutschland berät der Bundestag derzeit noch ein Gesetzesvorhaben, wonach Suchmaschinen Lizenzen von den Verlagen benötigen, um deren Texte aufzunehmen. Google erzielt mit der Verlinkung auf Webinhalte anderer Seiten Werbeeinnahmen in Milliardenhöhe.

ORT: PARIS (FRANKREICH), UNBEKANNTE ORTE

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