Inflation zieht an: Briten spüren “Brexit” im Geldbeutel

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In Großbritannien war die Inflation im September so hoch wie seit November 2014 nicht. Grund für den etwas stärkeren Preisauftrieb sind die Energiepreise. Sie sind zwar im Jahresvergleich zwar immer noch rückläufig, allerdings nicht mehr so stark wie in den Monaten zuvor. Zudem treibt das infolge des Brexit deutlich gefallene britische Pfund die Preisentwicklung. Seit dem Brexit hat das Pfund zum Dollar 18 und zum Euro 15 Prozent verloren. Importierte Güter werden so teurer.

Britain’s headline rate of inflation leapt to its highest level since late 2014 in September, as the fading effect of energy price falls pic.twitter.com/b4B9H2bnC7— Capital Moments (@CapitalMoments) 18. Oktober 2016

Die Verbraucherpreise stiegen zum Vorjahresmonat um 1,0 Prozent, so das Statistikamt ONS. Im Vormonat hatte die Teuerung noch bei 0,6 Prozent gelegen, Anfang des Jahres bei 0,3 Prozent.

Die britische Notenbank strebt 2 Prozent Inflationsrate an. Die anziehende Inflation könnte den Spielraum der britischen Notenbank begrenzen, die Geldpolitik weiter zu lockern, falls die Brexit-Folgen stark auf die Wirtschaft durchschlagen sollten. im Moment schlägt der Pfundkurs bei kleinstem Anlass stark nach oben oder unten aus, aktueller Kurs 1,23 Dollar.

Britain’s headline rate of inflation leapt to its highest level since late 2014 in September, as the fading effect of energy price falls pic.twitter.com/b4B9H2bnC7— Capital Moments (@CapitalMoments) 18. Oktober 2016

“Besorgniserregend ist, dass die heutige Zahl stellt nur einen kleinen Teil des Pfund-Absturzes widerspiegelt. Der zweite große Absturz Anfang des Monats ist da noch nicht drin”, so Fondsmanager Thomas Laskey, Aberdeen Asset Management, London.

su mit dpa

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