Japaner wollen Sonde zu Asteroiden schicken

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23. November 2012

Das Projekt, das die japanische Raumfahrtbehörde derzeit plant, ist sehr ehrgeizig. Eine Raumsonde soll zu einem weit entfernten Asteroiden geschickt werden, dort landen und Gesteinsproben sammeln.

Auf dem Ziel-Asteroiden vermuten die Wissenschaftler organisches Material, das auch bei der Entstehung des Lebens auf der Erde eine Rolle gespielt haben könnte, sagt der Leiter des Sondenprogramms Hitoschi Kuninaka :

"Unser wissenschaftliches Ziel ist es, ältere Informationen als es bisher möglich war von diesem Asteroiden-Typ zu bekommen.

Wir hoffen dort den Schlüssel zur Entstehung des Sonnen-Systems und der Entstehung des Lebens zu finden."

Eine ähnliche Mission hatte es schon im Jahr 2003 gegeben. Damals war eine japanische Sonde auf einem Asteroiden gelandet und hatte dort gesammelte Bodenproben zur Erde zurück gebracht. Allerdings waren diese Proben deutlich kleiner, als von den Wissenschaftlern erhofft.

Die neue Sonde soll nun besser ausgerüstet werden und in der Lage sein, deutlich mehr Proben zu sammeln.

Asteroiden gelten als Urmaterie unseres Sonnensystems, die bei der Entstehung der Planeten und Monde übrigblieb.

Kuninaka glaubt, dass die Asteroiden bei der weiteren Erforschung des Weltalls eine wichtige Rolle spielen könnten.

"Es ist bekannt, dass es auf einigen von ihnen Wasser gibt. Wenn die Menschen also im Weltall arbeiten wollen, dann können sie auf dem Weg dahin wichtige Zwischenziele sein."

Es wird etwa zwei Jahren dauern, bis die Sonde ihr Ziel erreichen wird, schätzen die Wissenschaftler.

Kosten soll die Expedition ins All rund 400 Millionen Dollar.

ORT: SAGAMIHARA CITY, KAGOSCHIMA (JAPAN)

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