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Millionenbetrüger vor Gericht

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15. Januar 2013


Vor dem Mannheimer Landgericht hat am Dienstag ein Prozess um einen Millionen schweren Anlagebetrug begonnen. Angeklagt ist Ulrich E., ein 51-Jähriger, der sich wahrheitswidrig als Chefhändler einer New Yorker Bank ausgegeben haben soll.

Mit hohen Renditeversprechen soll er knapp 1300 Anleger dazu bewogen haben, rund 37 Millionen US-Dollar bei ihm anzulegen. Zwischen 2004 und 2007 soll der Mann aus den USA operiert haben und seine Opfer mit einer angeblich speziellen Day-Trading-Software angelockt haben, die Renditen von bis zu sechs Prozent versprach. Tatsächlich soll er das Geld aber nie angelegt haben.

Steffen Lindberg, der Anwalt des Angeklagten: "Dem ganzen Strafverfahren liegt hier ein Betrugsvorwurf zu Grunde. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus das mindestens 1295 Geschädigte vorhanden sind. Wenn man die Ermittlungsakte durchgeht kann man hier möglicherweise sogar auf eine noch höhere Zahl kommen, insofern sind natürlich auch erhebliche rechtliche Konsequenzen im Raum. Die gesetzliche Höchststrafe in dieser Fallkonstellation wäre 15 Jahre."

Der Angeklagte wurde im Sommer 2012 in den USA verhaftet und wenig später nach Deutschland abgeschoben. Weitere neun Prozesstage sind angesetzt. Mit einem Urteil wird nicht vor März gerechnet.

ORT: MANNHEIM