Noch keine Bergung des Kreuzfahrtschiffes Costa Concordia

Reuters DE Videos12. Mai 2013


In der Toskana steht der zweite Sommer mit Schiffswrack an.

Noch immer liegt die Costa Concordia vor der Küste der Insel Giglio.

Der Bürgermeister Sergio Ortelli:

"Die Arbeiten gehen langsam aber sicher voran. In dieser momentanen Bergungsphase soll die vorletzte Plattform befestigt werden.

Und das Wetter ist günstig. Daher sollten die kommenden Arbeiten schneller voran gehen als bisher.

Wir sind optimistisch, dass das Ganze in ein paar Monaten vorbei ist."

Das 290-Meter lange Kreuzfahrtschiff war im Januar 2012 auf Grund gelaufen. Dabei kamen 32 Menschen ums Leben, davon 12 Deutsche.

Der Kapitän Francesco Schettino wird beschuldigt, verantwortlich zu sein, weil er von der planmäßigen Route abgewichen sein soll.

Dem 52-Jährigen Kapitän drohen 20 Jahre Gefängnis.

In der Zwischenzeit ist die Bergungsstelle unter strenger Beobachtung, um die Schädigung der Umwelt zu kontrollieren.

Professor Andrea Belluscio Umweltbiologe von der römischen Universität Sapienza:

"Wir halten alle relevanten Faktoren unter Beobachtung: die Wasserqualität im Schiff aber auch die Wasserqualität außerhalb des Schiffs.

Auch die Qualität der Fische, die in der Region gefangen werden, um sicher zu sein, dass die Populationen nicht vergiftet sind.

Wir schließen zur Zeit aus, dass es ein Risiko für Menschen gibt, die hier schwimmen gehen wollen oder hier leben."

Einige Touristen werden wohl von der Aussicht auf ein Riesen-Wrack abgeschreckt.

Aber andere werden davon angezogen.

Ein Beispiel also für florierenden Katastrophen-Tourismus.

Von Porto Santo Stefano aus, dem Hafen auf dem Festland, kann man sich mit der Fähre rüberfahren lassen und Fotos schießen.

Preis: 10 Euro.

Und die Saison geht hier gerade erst wieder los.

ORT: GIGLIO (ITALIEN)

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