Strauss-Kahn bleibt Zivilverfahren wegen Vergewaltigungsvorwürfen wohl erspart

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Der ehemalige Chef des Internationalen Weltwährungsfonds Dominigue Strauss-Kahn muss sich in den USA wohl nicht in einem Zivilverfahren wegen Vergewaltigungsvorwürfen verantworten.

Strauss-Kahn habe sich mit dem Zimmermädchen Nafissatou Diallo, das ihn auf Schadensersatz verklagt habe, außergerichtlich geeinigt, hieß es aus eingeweihten Kreisen. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es nicht.

Die New York Times hatte als erste über diese Entwicklung berichtet. Nach Informationen der Zeitung sollen sich die Anwälte von Strauss-Kahn und des Zimmermädchens nächste Woche mit einem Richter treffen und die Sache besprechen.

Einzelheiten zu den Bedingungen der außergerichtlichen Einigung wurden nicht genannt.

Der ehemalige IWF-Chef war Mitte 2011 am New Yorker Flughafen John F. Kennedy festgenommen worden. Ihm wurde vorgeworfen, dass er versucht habe das Zimmermädchen im Hotel Sofitel zu vergewaltigen und es zum Oralverkehr gezwungen habe. Ende August 2011 hatte die US-Justiz die Strafverfolgung wegen Zweifeln an der Glaubwürdigkeit des Zimmermädchens eingestellt. Die von der Hotelangestellten angestrengte Zivilklage blieb davon aber unberührt.

Im Zuge der Affäre musste Strauss-Kahn seine Position beim IWF aufgeben und auch seine Ambitionen auf das Präsidentenamt in Frankreich aufgeben.

Dort laufen gegen ihn im Zusammenhang mit einer Callgirl-Affäre weitere Ermittlungen

Von seiner Frau Anne Sinclair, einer Journalistin, lebt er mittlerweile getrennt.

ORT: WASHINGTON, NEW YORK (USA)

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