Syrien: Regierung kündigt Offensive zur Rückeroberung Aleppos an

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Die syrische Regierung hat eine Offensive zur Rückeroberung Aleppos angekündigt. Kampfjets flogen schwere Angriffe gegen Rebellenstellungen. Nach Angaben von Aktivisten und Rettungskräften wurden auch Brandbomben über der Stadt abgeworfen.

Warplanes hit Aleppo in heaviest attack in months, defy U.S. https://t.co/FWEUB0F5DM— Reuters Top News (@Reuters) 22. September 2016

Aleppo nach Luftangriff

Waffenstillstand wieder in weiter Ferne

Die internationalen Bemühungen um eine Rückkehr zum ausgehandelten Waffenstillstand sind derweil gescheitert. Der russische Außenminister Lawrow sagte nach einem Treffen von 20 Außenministern in New York, man arbeite weiter daran, den Waffenstillstand wiederherzustellen. Einige Kollegen hätten einseitige Schritte von der syrischen Regierung gefordert. Russland und andere verlangten hingegen, dass auch die Opposition ihren Teil beitrage.

Die Gespräche sollen heute fortgesetzt werden. Alle Hoffnungen ruhen nun auf dem Freitag und den kommenden Tage. US-Außenminister John Kerry erklärte unterdessen, die USA könnten nicht die Einzigen sein, die sich um einen Waffenstillstand bemühten. Russland und die syrische Regierung müssten ebenfalls ihren Teil beitragen. Die Frage sei, ob man noch eine echte Chance auf Erfolg habe. Es sei klar, so wie bisher könne man nicht weiter machen.

Eine entscheidende Frage bei den Gesprächen ist, ob sich Russland auf den amerikanischen Vorschlag einlässt, mehrere Tage auf den Einsatz von Militärjets zu verzichten. Russland lehnt dies bislang ab. Lawrow kündigte jedoch an, diesbezüglich mit Moskau Rücksprache zu halten.

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