UNESCO verabschiedet umstrittene Ost-Jerusalem-Resolution

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Die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur, kurz UNESCO, hat eine umstrittene Ost-Jerusalem-Resolution angenommen. Der Beschluss regelt unter anderem die Bewahrung palästinensischer Kulturgüter in Ost-Jerusalem. Israel kritisiert den Text scharf und hat deswegen bereits seine Zusammenarbeit mit der UNESCO teils auf Eis gelegt.

“Wir werden nicht verhandeln und nicht bei diesem schmutzigen Spiel mitmachen. Solche Spiele haben bei der UNESCO nichts zu suchen. Diese Organisation wurde gegründet, um die Geschichte zu bewahren, nicht um sie zu umzuschreiben”, sagte der israelische UNESCO-Botschafter Carmel Shama-Hacohen.

UNESCO-Direktorin Irina Bokowa betonte, man habe eine gemeinsame Verantwortung, die kulturelle und religiöse Koexistenz in Ost-Jerusalem zu stärken.

“Diese Resolution erinnert Israel daran, dass es die Besatzungsmacht in Ost-Jerusalem ist und fordert Israel auf, jegliche Gewalt einzustellen – vor allem im Kompetenzbereich der UNESCO”, so der palästinensische Botschafter Mounir Anastas.

In Ost-Jerusalem liegen Stätten, die in Judentum, Islam beziehungsweise Christentum Heiligtümer sind, wie der Tempelberg mit Al-Aqsa-Moschee, Felsendom und Grabeskirche.

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