Zu viele Covid-19-Fälle: Austrian Airlines muss weiter Flugpläne anpassen

Zu viele Covid-19-Fälle: Austrian Airlines muss weiter Flugpläne anpassen

Die österreichische Fluggesellschaft Austrian muss auch am Dienstag ihre Flugpläne anpassen. Das gilt demnach für sieben von 350 Flügen von und nach Wien, insgesamt sind nach Angaben des Unternehmens 700 Passagier:innen von Änderungen betroffen.

"Es handelt sich um einzelne innereuropäische Städteflüge, bei denen auf das Netzwerk anderer Airlines innerhalb der Lufthansa Group zurückgegriffen werden kann, um alternative Flugverbindungen anzubieten", so AUA Pressesprecher Maximilian Mayerhofer gegenüber Euronews.

Am Wochenende musste die Airline dutzende Flüge streichen. Als Gründe wurden viele positive Coronavirus-Test unter Angestellten genannt, doch auch Unwetter und der Streik der Flugsicherung im französischen Marseille spielen bei den Streichungen eine Rolle.

Wer um seine Urlaubspläne fürchtet, kann allerdings beruhigt sein: Alle Charterflüge in Feriengebiete werden durchgeführt.

Fluggäste, deren Flug annulliert wurde, werden nach Angaben der Pressestelle kontaktiert. Kosten für Umbuchungen fallen für sie nicht an.

An Bord keine Maskenpflicht

Als eines der letzten europäischen Länder hatte Österreich zum 1. Juni die allgemeine Maskenpflicht abgeschafft - auch in öffentlichen Verkehrsmitteln, darunter Flugzeugen. Sie gilt derweil weiter in Krankenhäusern und Pflegeheimen.

"Unserer Belegschaft wurde angesichts der weltweit steigenden Corona-Fall-Zahlen empfohlen, an Bord und im Kund:innenkontakt weiterhin eine Maske zu tragen", teilte Austrian Airlines mit. Die Luft in den Maschinen werde mit sogenannten HEPA-Filtern gereinigt, um die Übertragung von Viren einzudämmen.

In Österreich sind die Sars-CoV-2-Fälle seit Mitte des Monats Juni wieder angestiegen. Die bundesweite Inzidenz liegt am Dienstag bei 685,7 - im Bundesland Wien ist sie mit 1049,4 am höchsten. Die letzten Infektionszahlen innerhalb von 24 Stunden stiegen auf 10.189.

Flugchaos in ganz Europa

Zahlreiche Fluggesellschaften und auch Flughäfen in Europa müssen wegen Personalmangels und Streiks Flüge streichen - oft kurzfristig. Für den Sommer wird erwartet, dass das Chaos an Flughäfen weiter anhält. Warteschlangen, Verspätungen und Tausende von Flugausfällen werden erwartet.

Auch die Beschäftigten der Luftfahrtbranche selbst bekommen die Auswirkungen des Personalmangels zu spüren, und viele drohen nun mit Streiks wegen schlechter Arbeitsbedingungen, Bezahlung und fehlender Arbeitsplatzsicherheit.

Am Montag hatte sich der Lufthansa-Chef Carsten Spohr mit einer seltenen, fast schon emotionalen Erklärung an Fluggäste gewandt. Darin gibt er unter anderem zu, dass der Konzern die Folgen der Pandemie nur langsam wieder in den Griff bekommt.

Auch der Krieg in der Ukraine und der über dem Land geschlossene Luftraum verschärfe die schwierige Lage und führe "massiven Engpässen am Himmel" und daher zu Verspätungen.

Die schwierige Situation werde sich in den kommenden Monaten - vor allem über die Sommermonate weiter verschärfen, so Lufthansa-Chef Spohr.

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