Viele Heimbewohner ruhiggestellt - Pflege: Richter wollen den Medikamenten-Irrsinn stoppen

Nina Job

Mehr als die Hälfte aller Bewohner in Münchner Heimen schlucken Psycho-Pillen – viele werden so ruhiggestellt. So will das Amtsgericht dagegen vorgehen.

Anna K. (81) wurde mit zunehmendem Alter verwirrter – ein Schicksal, das viele trifft. Einmal wollte die Heimbewohnerin mit ihrem Rollator eine Treppe hinuntergehen. Dabei stürzte Anna K. (Name geändert) und schlug sich einen Zahn aus. Ein anderes Mal verließ sie alleine das Altenheim, irrte umher und musste von der Polizei gesucht werden.

Ihr Sohn stellte beim Amtsgericht schließlich den Antrag, dass seine Mutter in eine geschlossene, beschützende Einrichtung verlegt wird. Eine Richterin vom Betreuungsgericht wollte sich selbst ein Bild machen und stattete der Seniorin einen Besuch ab.

Das Bild, das sich der Juristin in dem Altenheim bot, war erschreckend: "Die Frau saß im Speiseraum vor einem vollen Teller und konnte nur durch Rütteln aufgeweckt werden", berichtete Reinhard Nemetz, Chef des Münchner Amtsgerichts, gestern.

Über die Hälfte aller Heimbewohner schlucken Psychopharmaka

Die Richterin ließ sich den Medikamentenplan von Anna K.
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