Giftgas-Vorfall in Syrien: Russland macht Rebellen-Vorräte verantwortlich

Bei einem mutmaßlichen Giftfasangriff im Nordwesten Syriens sind Oppositionsaktivisten zufolge 58 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten sollen sich 19 Kinder und elf Frauen befinden.

Russland sagt, Ursache seien Giftgasreserven der Rebellen. Diese seien zerstört worden, als die Lager von der syrischen Armee bombardiert wurden.

Mehrere hundert Menschen sind bei dem Angriff auf die von Rebellen kontrollierte Stadt Chan Scheichun in der Provinz Idlib verletzt worden. Einige Organisationen sprechen von mehr als hundert Toten, andere sagten, sie hätten aufgehört, die Opfer zu zählen, weil es zu viele seien.

Einige Ärzte vor Ort glauben, die Stadt sei mit dem Nervenkampfstoff Sarin angegriffen worden, weil die Augen der Opfer reaktionsunfähig seien. “Dieses Krankenhaus ist von der Zahl von Patienten überwältigt”, so ein Arzt in einem der örtlichen Krankenhäuser. “Die Menschen waren einer Chemikalie ausgesetzt, aber es ist nicht Chlor. Wir können kein Chlor an diesem Patieten riechen. Wir haben viele Chlorgasangriffe erlebt, aber dieser Patient hat ganz klare, extrem verengte Pupillen.”

Laut Augenzeugen in der Stadt griffen die Kampfflugzeuge am frühen Morgen an, als die meisten Einwohner noch im Bett lagen. “Ich habe geschlafen, als die Flugzeuge uns angriffen”, sagt ein verletzter Junge von seinem Krankenbett aus. “Ich ging mit meinem Vater ins Freie. Mein Kopf fing an zu schmerzen und ich bin eingeschlafen und erst hier wieder aufgewacht.”

Einigen Berichten zufolge, wurde die Klinik, in der die Verwundeten behandelten werden, später in einem weiteren Luftangriff bombardiert. Die syrische Regierung bestreitet, Giftgas einzusetzen.

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