Vier Palästinenser bei Zusammenstößen mit israelischer Armee getötet

·Lesedauer: 1 Min.
Blutspuren nach dem Militäreinsatz im Westjordanland (AFP/ABBAS MOMANI)

Bei einem Einsatz der israelischen Armee gegen die radikalislamische Hamas-Bewegung im Westjordanland sind am Sonntag vier Palästinenser getötet und zwei israelische Soldaten schwer verletzt worden. Die Opferzahlen wurden übereinstimmend vom palästinensischen Gesundheitsministerium und der israelischen Armee genannt. Die israelische Armee sprach von einem Einsatz gegen eine "Terrorzelle" der Hamas.

Drei Palästinenser wurden den Angaben zufolge in Biddu getötet, rund zehn Kilometer nordwestlich von Jerusalem. Ein weiterer wurde demnach in der Ortschaft Burkin im Norden des Westjordanlands erschossen.

Armeesprecher Amnon Schefler sagte, der Einsatz habe am Samstagabend begonnen und sei noch nicht beendet. Schefler sprach auch von Festnahmen in Burkin und Kabatija. Bei den getöteten Palästinensern habe es sich um Hamas-Mitglieder gehandelt. In Burkin wurden zwei israelische Soldaten schwer verletzt. Ein Chirurg sagte, sie seien nicht in Lebensgefahr.

Der israelische Regierungschef Naftali Bennett, der sich auf einer Reise nach New York befand, sagte, die israelische Armee habe seine "volle Unterstützung" für den Einsatz. "Die Sicherheitskräfte sind in Judäa und Samaria gegen Hamas-Terroristen vorgegangen, die aktuell Terroranschläge verüben wollten", sagte Bennett unter Verwendung der biblischen Begriffe für das von Israel besetzte Westjordanland.

Die Hamas bestätigte den Tod eines Mitglieds. Der Islamische Dschihad erklärte, der in Burkin erschossene Palästinenser sei eines seiner Mitglieder gewesen.

Die Hamas kontrolliert seit 2007 den von Israel abgeriegelten Gazastreifen. Zugleich ist die Hamas aber auch im Westjordanland vertreten, der offiziell von der rivalisierenden Fatah kontrolliert wird.

ao/ju

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.