Vietnam: Tausende beschlagnahmte Katzen lebend begraben

Die Bilder riefen Tierfreunde auf den Plan

Behörden in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi haben tausende zum Verzehr bestimmte Katzen, die illegal aus China eingeführt worden waren, vergraben, darunter offenbar noch lebende Tiere. Das Vorgehen entspreche dem Gesetz zum Umgang mit geschmuggelten Gütern, sagte ein Polizist der Nachrichtenagentur AFP. Wieviele der vergrabenen Katzen noch am Leben waren, wollte er nicht sagen.

"Einige von ihnen waren bereits tot, es stank entsetzlich und das Risiko war groß, dass Krankheiten übertragen würden", sagte der Polizist, der anonym bleiben wollte. Der Vorsitzende des vietnamesischen Zoologenverbands, Dang Huy Huynh, bezeichnete die Tötung ebenfalls als notwendig, um die Übertragung von Krankheiten durch den Verzehr des Katzenfleischs und zukünftigen Schmuggel zu verhindern. Tierschützer dagegen sprechen von einem "unmenschlichen" Vorgehen.

Der vergangene Woche in Hanoi beschlagnahmte Lastwagen hatten insgesamt drei Tonnen lebender Katzen geladen. Laut Polizei lag eine Einfuhrgenehmigung nicht vor. Fotos der stapelweise in Bambuskisten eingepferchten Katzen hatten tausende Tierfreunde auf den Plan grerufen: Rund 23.000 Menschen unterzeichneten eine Petition auf der Webseite change.org, in denen die vietnamesischen Behörden aufgefordert werden, "ihre Richtlinen zum Umgang mit Tieren zu ändern".

Katzenfleisch gilt in Vietnam als Delikatesse, und obwohl es offiziell verboten ist, wird es in vielen Spezialitätenrestaurants serviert.