Vincent Piazza: "Dieser Film war wie eine Übung für die Corona-Zeit"

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Matt (Vincent Piazza) und seine Ehefrau sind im Auto eingeschneit. 24 Tage lang kämpfen die beiden auf engstem Raum ums Überleben. "30 Grad unter Null - Gefangen im Schnee" (jetzt im Sky Store) zeigt beklemmende Parallelen zum Corona-Lockdown.  (Bild: Sky / Tiberius Film)
Matt (Vincent Piazza) und seine Ehefrau sind im Auto eingeschneit. 24 Tage lang kämpfen die beiden auf engstem Raum ums Überleben. "30 Grad unter Null - Gefangen im Schnee" (jetzt im Sky Store) zeigt beklemmende Parallelen zum Corona-Lockdown. (Bild: Sky / Tiberius Film)

Gefangen an einem Ort - das ist für den Großteil der Welt auf einen Schlag zur bitteren Realität geworden. Auch im Thriller "30 Grad unter Null - Gefangen im Schnee" findet sich ein Paar in dieser Situation. Hauptdarsteller Vincent Piazza verriet, wie ihn der Dreh auf den Lockdown vorbereitete.

Im US-Thriller "30 Grad unter Null - Gefangen im Schnee" (jetzt im Sky Store) kämpft das Ehepaar Matt (Vincent Piazza) und Naomi (Genesis Rodriguez) plötzlich gegen die beklemmende Enge und die schwindenden Nahrungsvorräte. Das Paar findet sich nach einem überraschenden Schneesturm eingeschneit und eingesperrt in seinem Wagen - und das für unglaubliche 24 Tage. Eine Chance, zu entkommen? Gibt es nicht!

Hauptdarsteller Vincent Piazza gab ganz ehrlich zu: "Dieser Film war wie eine Übung für die Corona-Zeit. Im August 2019, während der Dreharbeiten, hätte ich mir niemals vorstellen können, was im darauffolgenden Jahr passieren würde. Wir wurden alle davon überrascht. Anfangs konnte ich voller Überzeugung sagen, dass ich für mindestens 24 Tage in Isolation überleben kann. Jetzt, einige Monate später, bin ich immer noch zu Hause. Die Situation im Film ist von daher nicht sehr viel anders als unsere heutige Situation. Es gibt diese zwei Lager, mit zwei verschiedenen Überlebensphilosophien und unterschiedlichen Auffassungen, wie man mit einer Krise umzugehen hat."

Vincent Piazza: "Wir wissen alle nicht, wann der Albtraum vorbei ist"

Ein Horrorszenario - selbst für den 44-jährigen Schauspielstar, der hierzulande vor allem durch seine Rolle in der Serie "Boardwalk Empire" bekannt wurde: "Ich habe mir plötzlich ganz neue Fragen gestellt, wie zum Beispiel: Bin ich auf einen Ernstfall vorbereitet? Gleichzeitig wusste ich: Ich brauche einen Vorrat an lebensnotwendigen Utensilien und Lebensmitteln zu Hause, falls ich mich isolieren muss. Aber die Ungewissheit, was die Zukunft anbelangt, ist trotzdem da, denn wir wissen alle nicht, wann der Albtraum vorbei ist und wann wir unser Haus wieder guten Gewissens verlassen können."

Für den Filmstar war besonders der Anfang der Corona-Krise schwer. Der Grund? "Direkt in den ersten zwei Wochen der Pandemie haben sich meine Eltern mit dem Coronavirus infiziert. Beide sind in ihren 70ern, weshalb mein Bruder und ich direkt in Panik gerieten und überlegten, wie wir ihnen helfen können, ohne physisch bei ihnen zu sein. Es war ein sehr, sehr beängstigender Moment, aber zum Glück haben es beide unbeschadet überstanden. Nach dem ersten Schock habe ich erst einmal einen ganzen Tag lang geschlafen, um all die Anspannung loszuwerden", erinnert sich Vincent Piazza.

Auch er hat persönlich mit weiteren Ängsten zu kämpfen, wie er zugab: "Ich habe definitiv einige Phobien, vor denen ich Angst habe. In meinem Leben hatte ich bereits Momente, in denen es sich angefühlt hat, als wäre mir der Atem geraubt worden. Das passiert bei mir meist, wenn es dunkel ist. Im Dunkeln und in einer beengten Umgebung werde ich klaustrophobisch."