Vinyl: Geschäfte feiern die Schallplatte beim Record Store Day

16 Berliner Geschäfte feiern die Renaissance des Vinyls am Sonnabend mit dem Record Store Day.

"Bei uns ist natürlich jeden Tag Record Store Day", sagt David Strempel und lacht. Der bärtige Mittvierziger ist einer der Geschäftsführer im Kreuzberger Core-Tex-Plattenladen. Core Tex öffnete 1988 erstmals seine Türen und ist unter Berliner Vinylfreunden eine Institution. In der Mitte des Ladens stehen die schweren Regale mit den schwarzen Platten. In diese können sich manche Kunden stundenlang vertiefen, erzählt Strempel.

Doch das war nicht immer so: In den 90er- und Nullerjahren, als Vinyl nur noch auf DJ-Pulten aufgelegt wurde, verdrängten CDs auch im Core Tex das Vinyl in die dunklen Ecken des Ladens. Das in Kreuzberg räumlich sichtbare Comeback belegen auch die Zahlen: Laut dem Branchendienst gfu stieg der Umsatz mit Platten im vergangenen Jahr um 40 Prozent auf 70 Millionen Euro – über drei Millionen schwarze Tonträger gingen 2016 über die Ladentheke.

Seit 2007 wird die Vinylplatte an jedem dritten Sonnabend im April mit dem "Record Store Day" gefeiert. Besitzer und Angestellte von einigen kleinen, unabhängigen Plattenläden in den USA organisierten damals erstmals das Event. Mittlerweile nehmen über 2000 Plattenläden in Ländern wie Hongkong, Irland, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Holland, Belgien, Italien, Japan, Australien, Neuseeland und Deutschland daran teil. Allein 16 Berliner Plattenläden verkaufen am heutigen Sonnabend streng limitierte und extra für diesen Tag gepresste Scheiben. Es sind nie da gewesene Kooperationen, Wiederveröffentlichungen oder besonders...

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