Virtueller Racheakt: „Facebook-Vaterschaft“ aufgeflogen

Nachdem ihr Freund sie verlassen hatte, übte eine 23-Jährige Rache: Sie klaute Baby-Fotos von der Facebook-Seite einer Bekannten, gab das Kind als ihre Tochter aus und behauptete, ihr Ex-Freund sei der Vater. Diese Lüge hielt die Waliserin zwei Jahre lang aufrecht – bis der Schwindel aufflog.

Als Daniel Barberini seine Freundin Victoria Jones nach 16 Monaten Beziehung sitzen ließ, hatte die 23-jährige Grundschullehrerin nur eines im Sinn: Rache. Nachdem eine frühere Klassenkameradin sie als Facebook-Freundin hinzugefügt hatte, um ihr Fotos von ihrer Tochter Aliyah zu zeigen, fasste Jones einen Plan: Sie beschloss, ihrem Verflossenem vorzugaukeln, sie hätten eine gemeinsame Tochter. Die Lehrerin lud insgesamt 82 „Beweisbilder“ vom Profil ihrer früheren Mitschülerin Sarah Jensen herunter – die Aufnahmen zeigten Aliyah zwei Stunden nach der Geburt, wie sie ihren ersten Geburtstag und Weihnachten feiert und beim Spielen.

Jones behauptete gegenüber dem 26-jährigen Barberini, ihre vermeintliche Tochter hieße Keira und habe einen Zwillingsbruder namens Harrison gehabt, der am Down-Syndrom litt und kurz nach der Geburt gestorben sei. Zudem erzählte sie ihm, sie habe die Zwillinge in New York zur Welt gebracht und sei anschließend nach Australien ausgewandert. In Wahrheit ist die junge Frau kinderlos und unterrichtet noch immer an der Ringland Primary School im walisischen Newport.

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Zwei Jahre lang blieb Jones‘ Lüge wasserdicht, doch dann zeigte Barberini einem Freund ein Foto von seiner angeblichen Tochter. Der erkannte die wahre Mutter – und der Schwindel flog auf. Mittlerweile wurde ein Disziplinarverfahren gegen die Lehrerin eingeleitet. Sie wird beschuldigt, ein „ausgeklügeltes Netz an Täuschungen“ gesponnen zu haben, um an ihrem Ex Rache zu üben, wie die „Daily Mail“ aus dem Verfahren zitiert. Jones habe die Ringland Primary School in Verruf gebracht. Manche Eltern hätten bereits damit gedroht, ihre Kinder von der Schule zu nehmen. „Eine Referendarin ist nicht zurückgekommen, da sie nach Miss Jones‘ Verhalten nicht mit der Schule in Verbindung gebracht werden wollte“, zitiert die „Daily Mail“ ein Mitglied des Disziplinarausschusses.

Jones gab den virtuellen Bilder-Diebstahl vor dem General Teaching Council in Cardiff zu, lehnte jedoch den Vorwurf inakzeptablen beruflichen Benehmens ab. Die Anhörung läuft derzeit noch.








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