Volkswagen-Tochter soll in Polen wegen Dieselskandals 28,5 Millionen Euro zahlen

Die Vertriebsgesellschaft von Volkswagen in Polen, Volkswagen Group Polska, soll wegen des Dieselskandals ein Bußgeld von 120 Millionen Zloty (rund 28,5 Millionen Euro) zahlen. Das teilte die Verbraucherschutzbehörde des Landes am Mittwoch mit. Das Unternehmen erklärte, es sehe "keine rechtliche Grundlage" für die Geldbuße. Die Kunden hätten keinen Schaden erlitten; der Volkswagen Konzern führe seit 2016 eine "Serviceoffensive" rund um den vom Dieselskandal betroffenen Motor EA189 durch.

VW hatte im September 2015 eingeräumt, weltweit in Millionen Fahrzeugen seiner Marken eine illegale Software eingebaut zu haben, die den Ausstoß von Stickoxiden nur auf dem Prüfstand, nicht aber im täglichen Straßenverkehr sinken ließ. Der Präsident der polnischen Verbraucherschutzbehörde, Marek Niechcial erklärte, diese Praxis habe von 2008 bis 2016 angedauert. Während der Ermittlungen habe Volkswagen keinen Vorschlag für eine "einvernehmliche Lösung" gemacht. Daher habe seine Behörde nun das Bußgeld verhängt.