Mit vollem Kofferraum in den Urlaub: So beladen Sie Ihr Auto richtig

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Mit vollem Kofferraum in den Urlaub: So beladen Sie Ihr Auto richtig

Gedanklich sind Sie vielleicht schon in den Pfingst- oder Sommerferien. Doch zunächst steht erst einmal die Anreise an. Damit Sie sicher mit dem Auto ankommen, sollte Ihr Wagen mit Augenmaß beladen und gepackt werden. Was Sie dabei beachten müssen, lesen Sie hier.

Vor dem Urlaub steht die Anreise an, nicht selten mit dem eigenen Auto. Also mal eben schnell die Koffer und Taschen in den Kofferraum schmeißen und los geht's? Bloß nicht! Das Auto sollte mit Bedacht beladen und bepackt werden. Denn falsch gepackt kann die Ladung beim heftigen Bremsen oder einem Unfall zum Geschoss werden und die Sicherheit der Insassen gefährden. Wie genau das Gepäck richtig verstaut wird und was es dabei zu beachten gilt, erklären wir Ihnen ausführlich.

Schweres nur nach unten!

Die wichtigste Regel zuerst: Schwere Koffer und Gegenstände gehören stets unten und nahe an die Rücksitzlehnen platziert, wie diese Infografik zeigt. Der einfache Grund: So liegt der Schwerpunkt des Fahrzeugs niedriger und das Fahrverhalten ist zum Beispiel bei einem plötzlichen Ausweichen stabiler. Im Umkehrschluss bedeutet das: Nur leichtes Gepäck nach oben legen. Bei Kombis, Vans oder Wagen, bei denen man den Kofferraum über die Höhe der Rücksitzlehne füllen kann, sollten Sie ein Laderaumgitter oder Netz anbringen, das die Passagiere im Fond schützt.

Zudem macht es Sinn, schwere Ladung mit Zurrgurten an den Ösen zu fixieren, die sich mittlerweile in den meisten Autos befinden. Die Gurte am besten über Kreuz festzurren, so erhöht man die Stabilität. Auch wenn die Rückbank nicht belegt ist, klappen Sie die Rücksitze nicht um. Besser: Den Kofferraum sinnvoll beladen, denn die Lehnen der Rücksitzbank haben die Funktion einer stabilen Trennwand - diese würde sonst wegfallen.

Wohin mit dem Sperrgepäck?

Wenn Sie doch unbedingt Gepäck auf der Rücksitzbank unterbringen müssen, dann bitte festgeschnallt auf den Rücksitzen. Noch besser: im Fußraum platzieren. Vermeiden Sie zudem, Sperrgepäck wie etwa Räder oder Surfbretter im Innenraum zu transportieren. Solche Geräte gehören mittels entsprechender Vorrichtungen gesichert, sprich in Dachboxen oder sonstigen Trägersystemen.

Vor dem Beladen sollten Sie außerdem bedenken, was im Pannenfall zu tun ist. Verstauen Sie daher Warnwesten im Handschuhfach sowie Verbandskasten und Warndreieck griffbereit. Doch nicht nur das Gepäck sollte gut gesichert werden, sondern natürlich auch Sie und Ihre Mitfahrer. Sind Kinder an Bord, benötigen Sie die dafür vorgesehenen Sitze!

Denken Sie an Bello!

Da nicht selten auch der Hund der Familie mit auf Reisen geht, vergessen Sie nicht, auch ihn anzugurten. Laut Straßenverkehrsordnung gelten nämlich auch Tiere als Ladung und gehören dementsprechend gesichert. Vor allem aber kann ein Hund im Falle eines Unfalls mit dem 30- bis 50-fachen seines Körpergewichts durch den Wagen geschleudert werden, warnt der ADAC - was ihn selbst, die Passagiere und andere Verkehrsteilnehmer gefährdet.

Besser als Gurtvorrichtungen für die Rücksitzbank sind Transportboxen für das Kofferabteil, zumindest bei kleineren Tieren. Diese aber bitte nicht nur einfach im Heckabteil platzieren, sondern mit Gurten befestigen - am besten direkt an der Lehne der Rücksitzbank und möglichst in Fahrtrichtung. Größere Hunde können ohne Boxen im Kofferraum mitfahren, aber auch dann ist ein Trenngitter nach vorne und zum restlichen Gepäck Pflicht!

Fazit: Packen Sie mit Verstand sowie der nötigen Ruhe und investieren Sie bei Bedarf in die entsprechenden Sicherungssysteme. Denn ungesicherte Ladung kann beim Bremsen oder einem eigentlich harmlosen Unfall zur tödlichen Gefahr werden.

Foto(s): sirtravelalot/Shutterstock.com, PixieMe/Shutterstock.com

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