Volvo und chinesischer Eigentümer Geely prüfen Fusion

Erstes E-Modell von Volvo, vorgestellt 2019

Der schwedische Autohersteller Volvo und sein chinesischer Eigentümer Geely erwägen eine Fusion. Ein solcher Konzern habe die "Größe, das Wissen und die Ressourcen", um mitten im Umbruch in der Branche vorweg zu gehen, teilten Volvo und Geely am Montag mit. Die jeweiligen Marken sollen demnach erhalten bleiben.

Geely hatte Volvo 2010 vom US-Autobauer Ford gekauft, dem es nicht gelungen war, das schwedische Unternehmen in die schwarzen Zahlen zu bringen. Unter chinesischer Führung ging es mit Volvo wieder bergauf; der Autobauer erzielte Umsatzrekorde. Im vergangenen Jahr verkaufte Volvo mehr als 705.000 Autos, das waren zehn Prozent mehr als 2018. Auch für dieses Jahr erwartet Volvo weiteres Wachstum.

In der gemeinsamen Erklärung vom Montag hieß es, zunächst würden gemeinsame Arbeitsgruppen geschaffen, um den Führungsgremien beider Unternehmen Vorschläge zu machen. Der Zugang zu den Kapitalmärkten ist aber schon angedacht: Das fusionierte Unternehmen solle an der Börse in Hongkong gelistet werden, danach sei angedacht, Aktien auch in Stockholm zu handeln. Volvo hatte 2018 einen Börsengang abgesagt.