Vorboten für plötzlichen Herztod erkennen

Alarmsignal des Körpers: Schmerzen in der Brust können auf ernste Herzprobleme hindeuten - Betroffene sollten sie daher unbedingt vom Arzt abklären lassen.

Plötzlicher Herztod ist keine Laune des Schicksals, sondern meist die Folge unentdeckter Herzkranzgefäß-Erkrankungen. Was sind die Symptome, und wie kann man sich schützen?

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Der Tod kam überraschend, das Herzrasen in den Tagen zuvor erkannte niemand als Warnsignal. Plötzlicher Herztod zählt zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland, erklärt die Deutsche Herzstiftung.

Die Ursache sind in den meisten Fällen Herzkranzgefäßerkrankungen, die zum Teil über Jahre hinweg nicht entdeckt wurden. Die Experten raten daher, Alarmzeichen ernstzunehmen - und im Zweifel damit zum Arzt zu gehen.

Warnzeichen und Bluthochdruck frühzeitig erkennen

Herzkranzgefäßerkrankungen, auch koronare Herzkrankheiten (KHK) genannt, sind Durchblutungsstörungen des Herzmuskels. Sie entstehen durch Einengungen der Herzkranzgefäße und können zu Herzinfarkten oder Herzschwäche führen. Bei Anzeichen für eine KHK wie Brustschmerzen, Herzrasen oder Bewusstlosigkeiten rät die Stiftung den Betroffenen, zum Kardiologen zu gehen.

Unmittelbar eingeleitet wird der plötzliche Herztod meist durch Kammerflimmern, die bösartigste Herzrhythmusstörung. Ganz so plötzlich, wie der Name sagt, ist er aber gar nicht: Oft treten in den Stunden oder Tagen davor Beschwerden wie Herzschmerzen oder plötzliche Atemnot auf.

Mit anhaltenden Schmerzen zum Arzt

Mit diesen Vorboten müssen Betroffene zum Arzt. Spätestens bei plötzlichen, starken Schmerzen, die länger als fünf Minuten anhalten, sollte man den Notarzt rufen.

Damit es gar nicht erst so weit kommt, empfehlen die Experten der Herzstiftung allen Erwachsenen ab 40 Jahren regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen. Ein gesunder Lebensstil mit regelmäßiger Bewegung und vernünftiger Ernährung hilft zudem, erst gar keine Herzkranzgefäßerkrankung auftreten zu lassen.