Vorhaben der Kölner Bühnen: Stadtrat will andere Standorte für Werkstätten prüfen

Die neuen Werkstätten auf dem WDR-Gelände in Bocklemünd sind umstritten.

Der Stadtrat wird sich an diesem Dienstag mit dem Vorhaben der Bühnen befassen, ihre neuen Werkstätten auf dem WDR-Gelände in Bocklemünd zu errichten.

Allerdings ist die Haltung der Fraktionen weit weniger positiv, als es sich die Manager der Bühnen wünschen. Es zeichnet sich ab, dass eine politische Mehrheit vor einer Entscheidung für das Areal westlich des Militärrings andere mögliche Standorte prüfen lassen will.

Unabhängig vom Ausgang einer solchen Untersuchung wollen die Bühnen 700 000 Euro aus der Stadtkasse, um möglichst bald mit der Planung einer Werkstatt auf dem Studiogelände des WDR beginnen zu können.

Vielleicht haben die Bühnen ohne jeden Nutzen investiert

SPD-Fraktionschef Martin Börschel warnte am Montag in der Sitzung des Finanzausschusses vor einer übereilten Zustimmung. Wer offen eine Alternative zum vorgesehenen Standort prüfen will, dürfe nicht gleichzeitig so viel Geld für die Planung eines Neubaus bewilligen. Das schaffe „eine Vorfestlegung“. Grünen-Fraktionsgeschäftsführer Jörg Frank wollte wissen, ob die für Bocklemünd zu erstellende Planung teilweise oder in Gänze an anderer Stelle umgesetzt werden könnte.

Die Antwort des Technischen Betriebsleiters der Bühnen, Bernd Streitberger, ließ das offen. Es sei vorstellbar, den Entwurf in Gänze oder zumindest teilweise auf einem anderen Gelände umzusetzen. „Es kann aber auch sein, dass wir ein Grundstück finden, auf dem wir komplett neu planen müssen“, sagte Streitberger. Im Klartext: Im äußersten Fall hätten die Bühnen ohne jeden Nutzen 700 000 Euro investiert.

Die ursprüngliche Halle erwies sich als ungeeignet

Die Baukosten für die Werkstätten werden grob auf 18,5 Millionen geschätzt. Die tatsächliche Summe könne um 35 Prozent nach oben oder unten abweichen, heißt es in der Beschlussvorlage. Die Verwaltung verspricht sich von der Nähe zu den Studios Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit dem Sender.

Ursprünglich hatten die Bühnen dort eine Halle gemietet. Die jedoch erwies sich als ungeeignet. Man hatte die Statik nicht prüfen lassen – und befürwortete fortan einen Neubau. Börschel sprach von „einer verkorksten Entwicklung der Angelegenheit“. Zudem habe er den Eindruck, die Vertreter der Stadt hätten mit dem WDR besser verhandeln können – im Sinne der Steuerzahler....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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