"Vorreiter für die LGBTQ+-Community": TV-Doku wirft neues Licht auf Rudolph Moshammer

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Seine Yorkshire-Terrier-Dame Daisy und sein Schnurrbart zählten ebenso zu seinen Markenzeichen wie seine voluminöse Perücke: Rudolph Moshammer galt zeit seines Lebens als Paradiesvogel. (Bild: RTL)
Seine Yorkshire-Terrier-Dame Daisy und sein Schnurrbart zählten ebenso zu seinen Markenzeichen wie seine voluminöse Perücke: Rudolph Moshammer galt zeit seines Lebens als Paradiesvogel. (Bild: RTL)

Die Schreckensmeldung ging im Januar 2005 wie ein Beben durch die Münchner Schickeria: Rudolph Moshammer wurde ermordet aufgefunden. 17 Jahre nach seinem tragischen Tod will RTL+ den beliebten Modeschöpfer nun von einer ganz neuen Seite zeigen.

30 Jahre lang war Rudolph Moshammer mit seinem glamourösen Laden in der Münchner Maximilianstraße und zuletzt auch mit seinem Hündchen Daisy ein Anziehungspunkt für Neugierige und schillernder Mittelpunkt in den Klatschspalten der Boulevardpresse - bis am 15. Januar 2005 die Schlagzeile "Mosi in seiner Grünwalder Villa von Stricher ermordet" erschien. Das Leben des Modeschöpfers Rudolph Moshammer war schrill, endete aber blutig. Nun, 17 Jahre nach seinem Tod, will RTL+ in einer Dokumentation die unbekannteren Seiten des Herrenausstatters zeigen, der stets im Zentrum der Münchner Schickeria stand.

Auch Roberto Blanco kommt zu Wort

"Der käufliche König - Rudolph Moshammer" - so lautet der Titel des Films, der ab 10. Januar beim Streamingdienst RTL+ zu sehen ist. Die Doku "taucht ab in eine boulevardeske Scheinwelt und betrachtet das Leben des schillernden Paradiesvogels, der heute als Vorreiter für die LGBTQ+-Community gilt", wie es in einer Vorabmeldung von RTL heißt. Um einen Blick hinter die Kulissen im Leben des verstorbenen Designers zu erhalten, begibt sich die Berliner Dragqueen Bambi Mercury auf Spurensuche. Sie trifft dabei auf Weggefährten und enge Freunde Moshammers, darunter auch Schlagerstar Roberto Blanco.

Seit seinem Tod versuchten bereits mehrere Filmemacher, den "wahren" Rudolph Moshammer zu porträtieren. So erschien etwa 2018 eine Ausgabe der BR-"Lebenslinien"-Reihe mit dem Titel "Rudolph Moshammer - was vom Traum geblieben ist", die erstmalig näher auf Moshammers Verhältnis zu seinem alkoholkranken Vater einging. Ebenfalls 2018 erschien Alexander Adolphs Biopic "Der große Rudolph", in dem Thomas Schmauser den 1940 geborenen Designer verkörperte.

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