"Vorsätzliche Kriegsverbrechen": Selenskyj verurteilt Tötung ukrainischer Kriegsgefangener

Nach dem Beschuss eines Lagers für ukrainische Kriegsgefangene in Oleniwka im Gebiet Donezk im Osten der Ukraine machen sich Kiew und Moskau gegenseitig verantwortlich.

Mehr als 50 Menschen - darunter Kämpfer aus dem Asow-Stahlwerk in Mariupol - kamen laut ukrainischen Angaben ums Leben. Moskau behauptet, der Angriff sei mit einem US-Mehrfachraketenwerfer vom Typ Himars erfolgt.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem vorsätzlichen russischen Kriegsverbrechen, für das es "Vergeltung" geben werde.

Die Vereinten Nationen und das Internationale Komitee vom Roten Kreuz, die das Leben und die Gesundheit der ukrainischen Kriegsgefangenen garantieren sollten, müssten umgehend reagieren.

Angriffe im Süden und im Donbas

Auch an der südlichen Front ging der Beschuss weiter. Bei russischen Angriffen auf die ukrainische Stadt Mykolajiw wurden nach ukrainischen Angaben fünf Menschen getötet und sieben weitere verletzt.

Im Osten der Ukraine stand die Stadt Soledar unter heftigem Beschuss - sie gilt als nächstes strategisches Ziel der russischen Offensive im Donbass. Auch in Kramatorsk und Slovjansk gingen Raketen nieder.

Trotz der Angriffe wird erwartet, dass an diesem Wochenende das erste Getreideschiff seit Beginn der russischen Invasion aus Odessa ablegt.

Der ukrainische Präsident hatte bei einem Besuch am Freitag der Hafenstadt den baldigen Start der Getreideexporte über das Schwarze Meer angekündigt.

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