Vorsitzender der Bischofskonferenz ermutigt zum Aufbruch im neuen Jahr

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Kreuz auf Kirche (AFP/JEFF PACHOUD) (JEFF PACHOUD)

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, der Limburger Bischof Georg Bätzing, hat zu Veränderungen und Aufbruch im neuen Jahr ermutigt. Der 1. Januar gebe "den Impuls, zu überdenken und zu planen, was ich ändern will, was wir gemeinsam anpacken wollen und wo uns unser Glaube in die Verantwortung ruft", sagte er laut Redetext in seiner Predigt zum Neujahrstag.

"Heute fängt etwas an, von dem wir noch nicht wissen, wie es weitergeht; schon gar nicht wie es endet", sagte Bätzing. "Und darum braucht es Zuversicht, Mut und Vertrauen am Anfang eines neuen Jahres. Es soll ja nicht alles einfach weitergehen wie bisher; ja, eigentlich darf es nicht so weitergehen."

Bätzing zitierte den Spruch, "Heute ist der erste Tag vom Rest Deines Lebens", der dem indischen Nationalhelden Mahatma Gandhi zugeschrieben wird. "Ja, so fühlt sich Neujahr für mich an", bekannte der Bischof.

Auf 2021 blickte Bätzing mit gemischten Gefühlen zurück. "Was für ein Jahr liegt hinter uns", sagt er. "Ich muss nicht alle Ereignisse noch einmal nennen, um zu erinnern, was uns in Atem hielt: Ein neuer amerikanischer Präsident macht Hoffnung, eine Flutkatastrophe bringt Vernichtung und zugleich eine Welle der Solidarität, das Auf und Ab der Pandemie mit allen Einschränkungen und schmerzlichen Erfahrungen, Olympische Spiele und kaum Zuschauer, unsere Schockstarre bei der Rückkehr der Taliban in Afghanistan."

Für 2022 wiederum sei "noch nicht viel an Konturen" erkennbar. "Die neue Regierung in unserem Land, was wird sie anpacken, verändern; wozu wird sie uns als Christen herausfordern?", fragte Bätzing. Außerdem stünden der Ausstieg Deutschlands aus der Kernenergie bis Ende des Jahres bevor und die "Fußballweltmeisterschaft in Katar, ein zweifelhaftes Ereignis".

cne/noe

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