Vorsitzender des Menschenrechtsausschusses fordert weiteres Einlenken im Fall Yücel

Der Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses des Bundestags, Michael Brand (CDU), hat von der Türkei weiteres Einlenken im Fall des inhaftierten deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel gefordert. Nachdem am Dienstag erstmals ein deutscher Diplomat am Dienstag Yücel im Gefängnis besuchen durfte, sagte Brand der Nachrichtenagentur AFP: "Dieses kleine Zeichen der Einsicht war notwendig und auch überfällig." Dies könne aber nur ein erster Schritt sein, zumal die konsularische Betreuung von türkischer Seite schon lange zugesagt gewesen sei.

"Die Isolationshaft muss schnell beendet werden, die Haft ist unverhältnismäßig", sagte Brand. Am Mittwoch laufe die dreiwöchige Bearbeitungsfrist seines Besuchsantrags bei Yücel ab, für den Brand eine Parlaments-Patenschaft übernommen hatte. "Ich bin gespannt, ob es hier auch ein Signal der Entspannung gibt."

Der Journalist wird seit sieben Wochen in Istanbul festgehalten, offiziell wird ihm Terrorismusunterstützung vorgeworfen. Konsularische Betreuung durch Deutschland war ihm trotz einer Zusage der türkischen Regierung wochenlang versagt worden. Am Dienstag konnte der deutsche Generalkonsul Georg Birgelen den "Welt"-Korrespondenten erstmals im Gefängnis besuchen.

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