Vorstoß für ein Facharzt-Zentrum

Derzeit finden Gespräche über ein mögliches Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) im Bezirk Chorweiler statt. Auf Initiative der CDU-Ratspolitiker Ira Sommer und Thomas Welter signalisierte die Geschäftsleitung der „Rhein-Kreis Neuss Kliniken GmbH“ Interesse an einem Zentrum für mehrere Fachärzte. „Wir sind noch am Anfang“, sagt Susanne Niemöhlmann, Sprecherin der GmbH. Die CDU-Politiker hätten Kontakt zur Geschäftsleitung aufgenommen „und gefragt, ob wir uns das vorstellen können. Die Geschäftsführung ist interessiert.“ Nun sollen weitere Gespräche folgen, vor allem mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV). „Für uns ist das eine sehr gute Nachricht, weil damit die ärztliche Versorgung im Stadtbezirk verbessert und gesichert werden kann“, sagt Sommer. Als Standort schlagen beide Politiker eine unbebaute Fläche an der Merianstraße in Volkhoven-Weiler, gegenüber der LVR-Klinik, vor. Die Rhein-Kreis Neuss Kliniken GmbH betreibt unter anderem das Kreiskrankenhaus Dormagen und das St.-Elisabeth-Kreiskrankenhaus in Grevenbroich.

Die SPD in der Chorweiler Bezirksvertretung hatte vor Kurzem ebenfalls ein Facharztzentrum im Bezirk gefordert, als Standort allerdings Blumenberg vorgeschlagen. Nach längeren Diskussionen einigten sich alle Stadtteil-Parlamentarier auf einen geänderten Beschluss. Demnach soll die Verwaltung Flächen für ein Krankenhaus mit Anbindung eines Facharztzentrums beziehungsweise für die Umsetzung eines Facharztzentrums nennen. Eine Antwort der Stadtverwaltung steht noch aus.

Mit dem Bestand der Chorweiler Notfallpraxis an der Florenzer Straße hat das neue Medizinische Versorgungszentrum, das jetzt ins Spiel gebracht wurde, nichts zu tun. Die Notfallpraxis soll Ende des Jahres schließen, es soll deswegen noch Gespräche zwischen Politik und Kassenärztlicher Vereinigung (KV) geben. Unterdessen setzen sich die Bürgervereine beziehungsweise Interessengemeinschaften aus dem Bezirk Chorweiler mit einer gemeinsamen Erklärung für den Erhalt der medizinischen Anlaufstelle ein. Sie fordern die Landesregierung und alle Mandatsträger auf, die Praxis etwa im Rahmen einer Ministererlaubnis bis 2025 zu sichern. Die Lösung sei bis 2025 beschränkt, „um dann in angemessener Zeitfolge diese Entscheidung oder alternative Lösungen erneut zu prüfen“, heißt es in der Erklärung. (pew)...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta