Vulkan auf La Palma bricht teilweise ein: Mehr flüssige Lava fließt ins Tal hinab

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Die explosive Aktivität des Vulkan Cumbre Vieja auf La Palma hat sich zum Ende des Wochenendes weiter verstärkt. Nach Angaben des Vulkanischen Instituts der Kanareninseln brach dabei ein Teil des Hauptkegels des Vulkans zusammen, so dass mehrere Schlote sich vereinten und die flüssige Lava den Berg hinunterläuft.

Am Sonntag Morgen durften alle evakuierten Personen, deren Häuser mehr als 1.500 Meter vom Lavastrom entfernt sind, in ihre Häuser zurückkehren, um persönliche Dinge zu holen. Dabei wurden sie von Sicherheitspersonal begleitet.

Der Präsident der Kanarischen Inseln, Angel Torres, schloss weitere Evakuierungen vorerst aus, die Lage könne sich aber verändern. "Wir sind nicht am Ende, wir wissen nicht wo wir sind", sagte er in einem Interview mit dem Sender La 1.

Seit rund 15 Tagen spuckt der Vulkan Asche, Feuer und Lava und ein Ende des Ausbruchs ist Wissenschaftler:innen zufolge nicht abzusehen. Mehr als 1.000 Gebäude liegen unter der Lavamasse begraben, die Regierung sucht Lösungen für evakuierte Anwohner und zerstörte Infrastruktur.

Die Insel ist seit Mitte vergangener Woche um rund 30 Hektar vergrößert worden, denn seit Mittwoch fließt die heiße Lava ins Meer. Das teilte die Nationale Sicherheitsbehörde DSN mit. Der Lavastrom ist den Angaben nach teilweise rund einen Kilometer breit.

Am Wochenende kündigte die Regierung ein Hilfspaket von 206 Millionen Euro an für den Wiederaufbau von Wohnungen, Unternehmen, Plantagen und Infrastrukturen. Ein weiteres Problem auf der Insel ist die Wasserversorgung und Arbeitslosigkeit in den Bereichen Landwirtschaft und Tourismus.

Die Insel sei weiterhin ein "sicheres Reiseziel", teilte der Inselrat per Twitter mit - begleitet von einem Video der Landung eines Flugzeugs aus Zürich. "La Palma hält seine Flugverbindungen mit Europa aufrecht. Dieses Flugzeug landete heute auf unserem Flughafen, aus Zürich (Schweiz)."

Im Laufe des Sonntags waren wieder mehr als 40 Erdbeben im Süden der Inseln gemessen, das Stärkste ereignete sich südwestlich von Mazo mit einer Stärke von 3,4 auf der Richterskala, in einer Tiefe von 14 Kilometern.

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