VW Golf GTE (2020): Neue Plug-in-Hybrid-Version mit 245 PS

de.info@motor1.com (Stefan Leichsenring)
2020 Volkswagen Golf GTE

Mehr Reichweite und Aufladen nun vorne links

VW stellt die neue Generation des Golf GTE auf dem Genfer Autosalon vor. Die Optik ähnelt der des GTI und des GTD, der Plug-in-Hybrid-Antrieb mit 245 PS ist der gleiche wie im Skoda Octavia iV und im Cupra Leon PHEV. Wir stellen zusammen, was bisher bekannt ist.

Die Elektrifizierung des Golf schreitet langsam aber stetig voran. Die Generation acht bekommt erstmals ein 48-Volt-Mildhybridsystem namens eTSI. Außerdem gibt es nun zwei Plug-in-Hybride: Der e-Hybrid hat mit 204 PS die gleiche Systemleistung wie der alte Golf GTE. Der GTE dagegen trumpft mit 245 PS auf und ist damit genauso stark wie der GTI. Einen Elektro-Golf soll es allerdings nicht mehr geben; wer ein Elektroauto möchte, soll den ID.3 kaufen.

Mehr zum neuen Golf und zum GTE-Antrieb:

Der Plug-in-Hybridantrieb des Golf GTE ist von der Architektur her vom Vorgänger bekannt. Er basiert auf dem alten 1,4-Liter-Turbobenziner (1.4 TSI, Motorenbaureihe EA211) mit 150 PS. Dazu kommt ein Hybridmodul, das aus einer Elektromaschine (jetzt 85 kW/116 PS statt bisher 75 kW/102 PS) und einem Sechsgang-DSG sowie einer neuen Lithium-Ionen-Batterie besteht. Die Systemleistung liegt wie erwähnt bei 245 PS, das maximale Systemdrehmoment bei 400 Newtonmeter.

Gegenüber dem Vorgänger deutlich vergrößert wurde die elektrische Reichweite. Sie beträgt jetzt rund 60 Kilometer, während es bisher 50 km nach NEFZ waren. Die größere Reichweite kommt durch eine verbesserte Aerodynamik und den um 50 Prozent auf 13 kWh vergrößerten Akku zustande. Offenbar handelt es sich um den gleichen Akku wie im Passat GTE.

Bei ausreichend geladener Batterie startet der Golf GTE stets im E-Mode. Sinkt der Energiegehalt der Batterie unter ein bestimmtes Level oder steigt die Geschwindigkeit über 130 km/h, wechselt der GTE automatisch in den Modus Hybrid. Ob es auch einen B-Modus für stärkere Rekuperation (wie beim Passat GTE) gibt, sagt VW nicht. Einen Knopf am Getriebewahlhebel oder in der Mittelkonsole gibt es offenbar nicht:

2020 Volkswagen Golf GTE

Wie beim Passat kann man in diesem Fahrmodus den Ladestand der Batterie über den Touchscreen einzufrieren (via Gleichheitszeichen "="). Mit dem Pfeil nach oben ("∧") wird er erhöht, mit dem Pfeil nach unten ("∨") lässt man ihn nicht unter ein bestimmtes Niveau sinken, zum Beispiel, damit am Schluss der Fahrt noch Saft für eine Stadtetappe übrig ist.

2020 Volkswagen Golf GTE

Aufgeladen wird der neue Golf GTE über einen Ladeslot links vorne; beim Vorgänger lag der Anschluss noch unter dem VW-Logo an der Front. Zu den Lademöglichkeiten hält sich VW noch bedeckt.

Neuer Volkswagen Golf
2020 Volkswagen Golf GTE

Wie GTI und GTD hat auch der GTE vorne die neue "Fünfer-Pasch"-Lichtsignatur und eine LED-Lichtleiste über den Scheinwerfern. Was die Endrohre angeht, so sieht der GTE so aus wie der normale Golf (der GTI hat links und rechts ein Rohr, der GTD zwei Rohre links).

Als Modellfarbe fungiert nach wie vor Blau. So gibt es eine blaue Leiste an der Front (beim GTI ist sie rot, beim GTD silbern), und auch die Sitze haben blaue Zierlinien. Das Digital Cockpit bietet spezifische Anzeigen; so zeigt der Drehzahlmesser neben der Tourenzahl des Verbrenners auch an, ob gerade rekuperiert (Charge) oder geboostet (E-Power) wird.

VW Golf GTE (2020)

Zum Datum des Marktstarts und zu den Preisen sagt VW noch nichts. Den Vorgänger gab es ab 36.900 Euro, die neue dürfte wohl nicht günstiger werden. Allerdings kann man nun den neuen Elektrobonus von 4.500 Euro abziehen.