VW Up überzeugt auch als Gebrauchter

Abfahren in verschiedenen Formen: VW baut den Kleinwagen Up unter anderem auch als rustikalen Cross Up. Foto: Volkswagen AG

Er ist klein und wendig - das schont die Nerven bei der Parkplatzsuche. Überzeugend sind auch die HU-Daten und das Pannenverhalten des VW Up. Mit kleinen Abstrichen ist der Kleinste von VW auch als Gebrauchter durchaus zuverlässig.

Berlin (dpa/tmn) - Der VW Up ist der Kleinste im Stall der Wolfsburger. Er ist ein beliebter Kleinwagen, der nicht viel laden kann. Aber als wendiges Mobil bei der Parkplatzsuche schont er Nerven. Mit ihm machte VW erste Gehversuche in Sachen serienmäßiger E-Mobilität - noch vor dem E-Golf.

Modellhistorie: Der Up kam 2011 auf den Markt, zunächst nur als Drei-, später auch als Fünftürer. Die Modellpflege von 2016 brachte unter anderem neu geformte Scheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht und mehr Farboptionen für den Außenlack sowie einen neuen Dreizylinder mit 66 kW/90 PS (1.0 TSI).

Abmessungen: 3,54 m bis 3,60 m x 1,64 m bis 1,65 m x 1,48 m bis 1,50 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 251 l bis 951 l.

Karosserievarianten: Drei- und Fünftürer. 2013 kam der Cross Up ins Programm - mit Schutzkanten an Radhäusern, Schwellern und Türen, 16-Zoll-Leichtmetallfelgen und mehr Bodenfreiheit. Der Load Up verzichtet als Nutzfahrzeug auf eine Rückbank.

Stärken: Wendig (9,80 Meter Wendekreis) und für die Klasse der Kleinstwagen geräumig. Gut abgestimmtes und unauffälliges Fahrwerk. Haltbare Bremsleitungen, auch Bremsschläuche und -scheiben schneiden bei der Hauptuntersuchung (HU) besser ab als der Durchschnitt, so der «Auto Bild Tüv Report 2019». Gute Sicherheitsausstattung (ESP und sechs Airbags serienmäßig). Kein relevanter Ölverlust an Motor und Getriebe.

Schwächen: Funktion von Fuß- und Handbremse werden von HU zu HU schlechter; oft verstelltes Abblendlicht schon beim ersten Pflichtcheck. Ebenfalls schon beim ersten Termin kreiden die Prüfer überdurchschnittlich oft die Auspuffanlage an. Nur mittelmäßige Verarbeitungsqualität.

Pannenverhalten: Mit Blick auf seine offizielle Pannenstatistik schreibt der ADAC: «Der Up landet im vorderen Mittelfeld und schneidet manchmal auch gut ab.» Als Hauptschwerpunkt nennt der ADAC Defekte an der Feststellbremse bei den Baujahren 2012 und 2013.

Motoren: Benziner: Dreizylinder von 44 kW/60 PS bis 85 kW/115 PS (GTI seit 2018); keine Diesel; Erdgasversion 50 kW/68 PS (seit 2012); Elektroversion E-Up 60 kW/82 PS (seit 2013).

Marktpreise (laut «DAT Marktspiegel» der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern): - Up 1.0 TSI BMT (2016); 66 kW/90 PS (Dreizylinder); 35.000 Kilometer; ab 7925 Euro (Dreitürer); ab 8250 Euro (Fünftürer) - Up Ecofuel (Erdgas; 2014); 50 kW/68 PS (Dreizylinder); 57.000 Kilometer; ab 6700 Euro (Dreitürer); ab 6950 Euro (Fünftürer) - E-Up (2013); 60 kW/82 PS; 68.000 Kilometer; ab 11.750 Euro (nur Fünftürer)