Wächterrat im Iran will vor Parlamentswahl weniger Kandidaten aussieben

Wächterratssprecher Abbas Ali Kadchodai

Der Wächterrat im Iran will vor der kommenden Parlamentswahl weniger Kandidaten aussieben als bei vorausgegangenen Wahlgängen. "Vor der kommenden Parlamentswahl versuchen wir, weniger Fehler zu machen und die Rechte der Kandidaten zu wahren", sagte der Sprecher des Rats, Abbas Ali Kadchodai, der Nachrichtenagentur AFP. An diesem Sonntag wurde die Registrierung der Bewerber für den Wahlgang am 21. Februar eröffnet.

Bei der Parlamentswahl im Februar 2016 ließ der Wächterrat für die 290 Parlamentssitze zwar 6229 Kandidaten zu. Allerdings waren dies nur 51 Prozent der Bewerber, die ihre Kandidatur angemeldet hatten. "Wir schotten uns nicht von Kritik ab", sagte Kadchodai. "Wir können zugestehen, dass in der Vergangenheit Fehler gemacht wurden." Er äußerte die Erwartung, dass bei einer höheren Zahl von Bewerbungen auch die Wahlbeteiligung höher ausfallen werde.