Wahl von 335 Bürgermeistern in Venezuela nach Monaten des Tauziehens mit Maduro

Nach Monaten des politischen Tauziehens zwischen der Opposition und Präsident Nicolás Maduro haben die Venezolaner am Sonntag 335 Bürgermeister neu gewählt. Die drei Parteien des Oppositionsbündnisses Tisch der demokratischen Einheit (MUD) boykottierten den Wahlgang allerdings

Nach Monaten des politischen Tauziehens zwischen der Opposition und Präsident Nicolás Maduro haben die Venezolaner am Sonntag 335 Bürgermeister neu gewählt. Die drei Parteien des Oppositionsbündnisses Tisch der demokratischen Einheit (MUD) boykottierten den Wahlgang allerdings. So war mit einem Sieg von Maduros Sozialisten (PSUV) zu rechnen. Maduro erklärte am Sonntag, er bereite sich schon auf die Präsidentenwahl im kommenden Jahr vor.

Mehrere kleinere Parteien bemühten sich am Sonntag, einen Durchmarsch der Regierungspartei zu verhindern. Allerdings war die Wahlbeteiligung nur schwach. Viele Wahllokale waren verwaist; ihre Öffnung wurde daher um zwei Stunden verlängert. Bereits 2013 hatte die Beteiligung bei lediglich 42 Prozent gelegen. Insgesamt waren am Sonntag knapp 20 Millionen Venezolaner zur Wahl aufgerufen.

In dem Land tobt seit Monaten ein erbitterter Machtkampf zwischen der linksnationalistischen Regierung und der Mitte-rechts-Opposition. Das lateinamerikanische Land befindet sich trotz reicher Erdölvorkommen in einer Wirtschaftskrise. Die Opposition macht Maduro für die Misere verantwortlich. Bei Massenprotesten wurden zwischen April und Juli 125 Menschen getötet.

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