Wahl in den Niederlanden: Vielen Dank, Herr Erdogan!

Dank des türkischen Staatspräsidenten konnte Geert Wilders kaum punkten.

Der  Euro zog, nachdem das Ergebnis der Parlamentswahlen in den Niederlanden bekannt geworden war, deutlich an. Selbst wer mit einem Sieg von Ministerpräsident Mark Rutte von der Volkspartei für Frieden und Freiheit (VVD) gerechnet hatte, war doch überrascht über den deutlichen Abstand zu Geert Wilders Partei für Freiheit (PVV).

Man hörte schon nach den ersten  Prognosen  ein gesamteuropäisches Aufatmen, dem bald Stellungnahmen aus Deutschland, Frankreich und der EU folgten. Die Erleichterung aller Regierungen des alten Europas war zu spüren. Wilders schien vorzuführen, dass der  anti-europäische, nationale Radikalismus  besiegt werden konnte. Kaum war  der Schreck überwunden, erinnerte man daran,  Wilders habe bei Wahlen stets schlechter abgeschnitten als in  Umfragen. Man ist wieder bereit, das als Naturgesetz zu sehen. Man hofft darauf, dass  in Frankreich und Deutschland der Zauber von Front National und AfD ebenso effektiv zerstört werden kann.

Klare Sprache dank Provokationen

Ein überaus effektiver  Wahlhelfer der Parteien des Status quo war diesmal der Präsident der türkischen Republik Recep Tayyip Erdogan. Die Unverschämtheit, mit der er für sich und seine Minister eben die Redefreiheit in Deutschland einforderte, die er seinen Landsleuten in der Türkei  so beharrlich nimmt, hat  in einigen europäischen Hauptstädten Reaktionen bewirkt, die ihn veranlassten, Rutte und Merkel als Nazis zu beschimpfen.

Das wiederum half dem Niederländer zu jener klaren Sprache, die er sonst womöglich Geert Wilders überlassen hätte. Anders als der  können Regierungen nicht nur Erklärungen abgeben. Sie...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung

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