Wahl der SPD-Chefin: Warum Nahles von Konkurrentin Lange profitiert

Marco Fieber
Andrea Nahles – die neue SPD-Vorsizende?

155 Jahre, immer Männer an der Spitze und allein 14 verschiedene Parteivorsitzende seit der Wende.

Die Rede ist von der SPD. Einer Volkspartei, die ihre besten Zeiten hinter sich zu haben scheint – zumindest mit Blick auf die immer weiter sinkenden Umfragewerte.

Doch am Sonntag soll ein Gegentrend eingeleitet werden: Nicht nur, dass erstmals in der Parteigeschichte eine Frau die Sozialdemokraten führen wird – entweder die Favoritin Andrea Nahles oder ihre Herausforderin Simone Lange.

Die neue Chefin soll, ja sie muss die SPD auch aus dem Rekordtief holen und einige Erneuerungsprozesse anstoßen. 

Warum der außerordentliche Bundesparteitag so wichtig ist und wie die Wahl ablaufen wird – auf den Punkt gebracht.

Die Ausgangssituation: Darum wird die SPD-Spitze neu gewählt:

► Momentan leitet Vize-Kanzler Olaf Scholz das Amt des SPD-Vorsitzenden kommissarisch.

► Denn Martin Schulz, im März 2017 noch mit nie dagewesenen 100 Prozent zum Parteichef ernannt und im Dezember mit knapp 82 Prozent im Amt bestätigt, trat nach innerparteilichen Querelen Mitte Februar zurück.   

► Schulz empfahl damals Bundestagsfraktionschefin Nahles als seine Nachfolgerin. Vorstand und Präsidium hatten sie dafür einstimmig nominiert. 

► Eigentlich sollte der Sonderparteitag am 22. April Nahles quasi nur noch abnicken – doch dann kam Simone Lange.

Simone Lange – die Herausforderin von Nahles:

Am 13. Februar machte Lange ihre Gegenkandidatur öffentlich. Die 41-Jährige ist Oberbürgermeisterin von Flensburg – und das auch erst seit Januar 2017. Im bundesweiten...

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