Walmart in El Paso hat drei Monate nach tödlichem Angriff wieder geöffnet

Blumen für die Opfer vor dem Walmart in El Paso

Mehr als drei Monate nach einem offenbar rassistisch motivierten Anschlag mit 22 Toten hat ein Supermarkt im texanischen El Paso wieder geöffnet. Die Wiedereröffnung sei Teil des "Heilungsprozesses", sagte der Chef der US-Supermarktkette Walmart, John Furner, am Donnerstag. Die rund 375 Angestellten seien bereit, "wieder zur Arbeit zu gehen und Kunden zu bedienen". Das Unternehmen werde aber "niemals vergessen, was passiert ist".

In dem Supermarkt nahe der Grenze zu Mexiko, der einer der meistbesuchten Walmart-Märkte in den Vereinigten Staaten ist, hatte am 3. August ein 21-jähriger Weißer 22 Menschen erschossen. Nach seiner Festnahme sagte er nach Angaben der Polizei, der Angriff habe sich gegen Mexikaner gerichtet. Vor der Attacke hatte er ein rechtsextremes Manifest gegen Einwanderer aus Lateinamerika im Internet veröffentlicht, in dem er vor einer "hispanischen Invasion" warnte.

Das Blutbad hatte eine Debatte über die einwanderungsfeindliche Rhetorik von US-Präsident Donald Trump ausgelöst - und eine erneute Debatte über das lockere Waffenrecht in den USA. Kurz nach der Bluttat in El Paso tötete ein anderer Schütze in einem Ausgehviertel in der Stadt Dayton im Bundesstaat Ohio neun Menschen.