"Es war surreal" - Weltraumschrott verursacht 300 Flugausfälle

Chinesischer Weltraumschrott hat in Spanien zur Absage von rund 300 Flügen geführt. Betroffen waren unter anderem die Flughäfen von Barcelona, Tarragona und Ibiza. Der teilweisen Luftraumsperrung war eine Warnung der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (Easa) vorausgegangen, dass Teile einer chinesischen Raketenstufe in dem Bereich abstürzen könnten.

Ein Passagier sagte im Flughafen von Barcelona: "Der Pilot erzählte uns, dass eine chinesische Rakete verloren gegangen ist und dass sie nicht wissen, ob sie auf uns fallen kann. Deshalb sperrten sie den Luftraum."

Eine Passagierin in Barcelona berichtete: "Wir saßen zwei Stunden im Flugzeug auf der Landebahn. Dann sagte der Pilot, dass eine chinesische Rakete verloren gegangen sei und dass er nicht wisse, ob wir fliegen könnten. Es war surreal."

Die offizielle Luftraumsperrung dauerte nur 40 Minuten, doch der Spuk zog an diesem Freitag zahlreiche Verspätungen nach sich. Die Trümmer der chinesischen Rakete "Langer Marsch 5B" verfehlten schließlich Europa und stürzten vor der Küste Mittelamerikas in den Pazifik. Die Rakete hatte das letzte Bauteil für die Raumstation "Tiangong" ins All gebracht.