Warmer Winter macht Organisatoren von Schnee-Festival in Japan zu schaffen

Schneeskulptur in Sapporo 2017

Ein ungewöhnlich warmer Winter stellt die Organisatoren des populären Schnee- und Eisskulpturen-Festivals im nordjapanischen Sapporo vor große Herausforderungen. Weil in Sapporo nicht genügend Schnee liege, müsse dieses Jahr ungewöhnlich viel Schnee aus der Umgebung in Lastwagen herangekarrt werden, sagte Fumiya Onoue von der örtlichen Tourismusbehörde am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Der Schnee werde dieses Jahr sogar aus bis zu 30 Kilometern enfernten Orten geholt.

Die Lage sei ungewöhnlich schwierig, sagte Onoue. "Wir strengen uns sehr an."

Das Festival beginnt in drei Wochen. Hauptattraktion sind rund 200 Skulpturen aus Schnee und Eis, die Sapporos Einwohner gemeinsam mit Behördenvertretern und der Armee bauen. Am besten ist dafür frischer Schnee geeignet. "Der Schnee sollte frei von Schmutz, Steinen oder Schmelzmitteln sein, weil sie zum Zerbrechen der Skulpturen führen könnten", führte der Vertreter der Tourismusbehörde aus.

Seit Anfang November ist laut japanischem Wetterdienst in Sapparo weniger als die Hälfte der sonst üblichen Menge Schnee gefallen. Wegen milder Temperaturen Mitte und Ende Dezember ist ein Teil des Schnees auch schon geschmolzen. Kommende Woche soll es in Sapporo nur an einem Tag schneien.

Laut einem Mitarbeiter des Wetterdienstes kann sich die Lage aber noch ändern. "Der Winter ist noch nicht vorbei", sagte er AFP. Auf die globale Erderwärmung lasse sich der diesjährige Schneemangel nicht ohne Weiteres zurückführen, sagte der Experte. Der Klimawandel vollziehe sich schließlich schon lange und bringe "alle möglichen Phänomene" mit sich.

Vergangenes Jahr hatten 2,7 Millionen Menschen das Schnee-Festival in Sapporo besucht. Dieses Jahr läuft es vom 31. Januar bis zum 11. Februar.