Besseren Sex durch diese Beckenbodenübung

Nur wenige Sekunden am Tag reichen, um das Sexualleben zu verbessern, Inkontinenz zu behandeln und Gebärmuttervorfällen vorzubeugen. Und zwar durch eine einzige Übung für den Beckenboden, die die Muskeln um Blase, Vagina oder Penis und Anus stärkt.

Man kann Beckenbodenübungen diskret jederzeit und überall machen (Getty)

Laut Berichten des National Institute for Health and Clinical Excellence (NICE) sind mehr als 34% der Frauen in Großbritannien von Blaseninkontinenz betroffen. In Deutschland sind es offiziell 9 Millionen Menschen, wobei die Dunkelziffer laut der Deutschen Kontinenz Gesellschaft bei einem derartigen Tabuthema höher sein dürfte.

Bezeichnend: Auch hierzulande sind rund 90 Prozent der Betroffenen Frauen. Durch Schwangerschaft, Entbindung und Menopause kann die Fähigkeit, die Blase zu kontrollieren, schnell beeinträchtigt werden.

Weitere Klinische Untersuchungen zeigen laut NICE auch, dass fast die Hälfte der Frauen von einer Senkung der Gebärmutter betroffen sind. Hier senkt sich das Organ im Becken nach unten und rutscht in die Vagina.

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Deswegen sollten vor allem Frauen - aber auch Männer - ihre Beckenbodenmuskulatur durch Übungen kräftigen, denn sie können auch Blasenschwäche behandeln und sogar verhindern.

Eine schnelle und einfache Übung hilft

Hierzu einfach die Beckenbodenmuskeln durch Anspannen “erfühlen”, indem man gedanklich den Urin anhält, wenn man auf der Toilette sitzen würde, rät der National Health Service (NHS) in Großbritannien. Wenn du erstmal diese Muskeln gefunden hast, spanne sie 10 bis 15 Mal hintereinander an. Du kannst dies ganz einfach überall im Sitzen tun. Atme gleichmäßig weiter, während du deine Beckenmuskulatur trainierst. Wenn du dann mit der Technik vertraut bist, kannst du die Muskeln auch jeweils für mehrere Sekunden anspannen. So solltest du laut NHS bereits innerhalb weniger Monate eine Verbesserung spüren.

Nur während des Stuhlgangs solltest du die Übung nicht durchführen, denn das regelmäßige Anhalten von Urin während des Wasserlassens kann Infektionen verursachen.

Bei Problemen mit dieser Übung und wenn du weitere Hilfe in Sachen Vorfall oder Inkontinenz brauchst, kann dir dein Hausarzt weiterhelfen.

Alexandra Thompson