Warum eine französische Politikerin ihren Kater “Brexit” nennt

Nathalie Loiseau ist Macrons Ministerin für europäische Angelegenheiten. (Bild: Getty Images)

Die französische EU-Diplomatin Nathalie Loiseau ist offensichtlich genervt von den schleppenden Brexit-Verhandlungen mit Großbritannien. Nun hat sie in einem Interview verkündet, dass sie ihren Kater in “Brexit” umbenannt habe – weil dieser ein ähnliches Verhalten an den Tag lege wie die Briten.

Anekdoten über das eigene Haustier finden sich eher selten in Interviews mit Politikern. Dass der Kater von Nathalie Loiseau im Gespräch mit der französischen Sonntagszeitung “Le Journal du Dimanche” Erwähnung fand, hatte einen besonderen Grund. Die EU-Chefdiplomatin der französischen Regierung berichtete über eine nervige Angewohnheit ihres Stubentigers:

“Er weckt mich jeden Morgen auf und miaut herzerweichend, weil er nach draußen will. Wenn ich dann die Tür öffne, bleibt er nur unentschlossen stehen und schaut mich böse an an, wenn ich ihn dann rausschubse.” Mit diesem Verhalten habe sich das Tier einen neuen Namen verdient – und wird fortan “Brexit” heißen. Ein klarer Seitenhieb in Richtung der britischen Premierministerin Theresa May und den stockenden Brexit-Verhandlungen.

Loiseau für harte Linie gegen Briten

Die französische Politikerin Loiseau ist schon in der Vergangenheit mit provokanten Aussagen zum Thema Brexit aufgefallen. So kündigte sie etwa im Oktober 2018 an, ihr wäre es lieber, die Briten würden den Staatenbund ohne Deal verlassen, als dass ein “schlechter Deal” für Europa zustande käme. In den kommenden Europawahlen wird Nathalie Loiseau als Spitzenkandidatin für Macrons Regierungspartei für einen Sitz im Europäischen Parlament antreten.

Aktualisierung: Loiseau hat inzwischen eingeräumt, dass sie lediglich einen Witz gemacht habe. Tatsächlich besitze sie gar keine Katze.