Warum Lärm auf Dauer die Gesundheit schädigt

·Freie Autorin
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Lärm ist nicht nur nervig, sondern kann auf Dauer auch gesundheitsschädlich sein. Das zeigt eine aktuelle Studie aus den USA, die zu einem alarmierenden Ergebnis kommt.

Lärm kann sich auf Dauer auf die Gesundheit auswirken. (Symbolbild: Getty Images)
Lärm kann sich auf Dauer auf die Gesundheit auswirken. (Symbolbild: Getty Images)

Lärm empfinden wir individuell unterschiedlich in seiner Intensität. Für den einen sind bereits die lachenden Nachbarn zu laut, andere lassen sich weder von Sirenen noch Großbaustellen aus der Ruhe bringen.

Fakt ist aber: Sind wir dauerhaft zu viel Schall ausgesetzt, kann sich das auf unsere Gesundheit auswirken und sogar ernste Erkrankungen begünstigen. Denn Lärm setzt unseren Körper unter Stress, auch wenn wir das vielleicht nicht bemerken. Das autonome und das hormonelle System geraten aus dem Gleichgewicht, was den Kreislauf wiederum aus dem Takt bringt. Die Folge können Herzinfarkte, Schlaganfälle oder Bluthochdruck sein.

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Lärmbelästigung als Risikofaktor

Eine neue Studie aus den USA untermauert das nun. Der Hauptautor der Studie, Professor Abel Moreyra, ein Kardiologe an der Rutgers Robert Wood Johnson Medical School, ist sich sicher, dass Lärmbelästigung ebenso wie Blutdruck und Ernährung als Risikofaktor für Herzerkrankungen betrachtet werden sollte.

In der Studie verglichen Moreyra und seine Kollegen die Zulassungsdaten für Herzinfarkte im Bundesstaat New Jersey im Jahr 2018 mit Regierungsdaten zum Verkehrslärm für denselben Zeitraum, aufgeschlüsselt nach geografischen Gebieten. Sie verglichen dann bei rund 16.000 Herzinfarktpatienten den durchschnittlichen Lärmpegel, dem sie in einem Zeitraum von 24 Stunden ausgesetzt waren. Dabei kam heraus, das ein Lärmpegel von 65 Dezibel oder mehr bereits die Gesundheit belasten kann. In den Gebieten mit diesem Wert war das Herzinfarkt-Risiko laut der Studie um 72 Prozent erhöht.

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In Deutschland kam das Umweltbundesamt bereits zu ähnlichen Ergebnissen. Hier lautet die Empfehlung, dass vor allem nachts die Lärmbelastung reduziert werden sollte, da der Körper im Schlaf wesentlich empfindlicher auf Schall reagiert.

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