Angler fängt Thunfisch mit seltsam geformten Wundmalen

Ein Angler hat auf Facebook ein Bild von einem Thunfisch veröffentlicht, der seltsame Wunden aufweist. Wer hat ihm die zugefügt?

Bluefin tuna Thunnus thynnus saltwater fish in mediterranean
Der Thunfisch gehört zur Beute des Zigarrenhais. (Symbolbild: Getty Images)

Mit einem Bild von einem verletzten Thunfisch sorgt ein Profiangler auf Facebook für Aufmerksamkeit. Der Fisch ist mit Wundmalen gezeichnet, die höchst ungewöhnlich aussehen – und doch natürlichen Ursprungs sind.

Bissspuren, zugefügt von Raubfischen, können die ellipsenförmigen Wunden im Körper des Thunfischs dem Anschein nach schwerlich sein. Dafür sind die Male allzu präzise rund und auffällig regelmäßig angeordnet.

Und doch ist es so. Es handle sich um Bisswunden, die dem Thunfisch von einem Zigarrenhai zugefügt wurden, schreibt Angler und Blogger Jason Moyce zum Bild, das er Ende Oktober auf Facebook veröffentlicht hat.

Was sind Zigarrenhaie und warum heißen sie so?

Zigarrenhaie gehören zu den weniger bekannten Hai-Arten. Was sie vor allem auszeichnet: Sie sind mit maximal 50 Zentimetern verhältnismäßig klein und verfügen über ein rundliches Maul.

Und in diesem Maul befindet sich ein Gebiss, mit dem der Zigarrenhai aus Fischen und Meeressäugern Fleischstücke herausbeißt. Und ihnen dadurch Wunden zufügt, die tatsächlich eine ovale Form haben

Daher auch der Name des Fischs. Im Englischen heißt er Cookiecutter shark – benannt nach den charakteristischen Bisspuren, die aussehen, als wären sie von einem Plätzchenstecher herausgestochen worden.

Auch die deutsche Bezeichnung ist geht auf die Ernährungsweise des Fischs und ihre sichtbaren Spuren zurück. Wie der Kerbschneider vom Ende einer Zigarre so "schneidet" auch der Zigarrenhai ein Stück von seiner Beute ab.

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